OVG Schleswig kippt erste EEG Pläne

OVG Schleswig kippt erste EEG Pläne

Das OVG entscheidet für Schleswig-Holstein: Die Teilfortschreibung des Regionalplans 2012 für Planungsräume I und III ist unwirksam!

Unsere Stellungnahme zu dem Urteil:

Der Verein „Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e.V.“  sieht in dem Urteil des Oberverwaltungs Gerichtes in Schleswig eine zwingende Aufforderung an die Landesregierung, über die Diskussion um die Ausschreibung von Windeignungsflächen hinaus, auch die grundsätzlichen gesetzlichen Vorgaben für die Ausweisung eines Windindustriegebiets zu überarbeiten.

Die von den Parteien viel beschworene Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung nimmt definitiv rapide ab, weil die katastrophalen Folgen der Auswirkungen von Windkraftwerken von bisher noch unbekannter Dimension erst langsam deutlich werden.

Daher appellieren wir an die Landesregierung, in direktem Zusammenhang mit neuen Regionalplänen auch eine neue – in anderen Bundesländern schon gesetzlich festgelegte – Abstandsregelungen für Windkraftanlagen zu schaffen.

Wir fordern den 10-fachen Abstand der Höhe der Anlage zu jeglicher Wohnbebauung. Ebenso dringlich ist eine Überarbeitung und Anpassung der TA Lärm zum Schutz der Gesundheit der Anwohner von Windindustrieflächen.

Der Verein fordert eine Beteiligung der Naturschutz – und Umweltverbände an dem geplanten „Runden Tisch“ der Landesregierung zusammen mit den Vertretern der Windbranche und den Kommunen.

 

Urteil des OVG Schleswig gegen die Teilfortschreibung

Offshore Industrieanlagen „Störungen im Horizontbild“

Offshore Industrieanlagen „Störungen im Horizontbild“

Leserbrief zu „Störungen im Horizontbild“, Sylter Spiegel vom 29.10.2014, S. 1

Es geht nicht um „Störungen“, wie der Betreiber von „Butendiek“ grotesk seine Windkraftwerke verniedlicht, die im Naturschutzgebiet vor Sylt eingerammt werden.

Es geht um Zerstören, wie wir es zu Anfang der unseligen Planungen bereits beschrieben haben. Es geht um den Menschen. Um seinen freien Blick. Um seine Möglichkeit, am Strand seinen Gedanken bis zum Horizont nachhängen zu können. Um die Gedankenfreiheit, die uns immer noch hinter dem Platz der untergehenden Sonne Geheimnisvolles vermuten lässt, wenn wir am Strand sitzen und träumen, trotz aller Aufklärung. Um den Christenmenschen, der nicht eingeengt wird in seiner Kontaktaufnahme zu Gott und zu der unendlichen Weite des Horizonts. Es geht um die Philosophie des Moments, die zukünftig zerhackt wird durch das brutale Schreddern des Sonnenlichts. Geschäftemacherei müßte eigentlich ihre Grenze haben. Ihre Grenze vor dem Erhabenen des, im wahrsten Sinne des Wortes, Augenblicks.

Es geht um das jahrzehntelange Zerstören der Schweinswale, das massenhafte Töten der Vögel, das brutale Malträtieren der Bewohner des Meeresbodens.

Der Zweite Vorsitzende des Vereins, Architekt Stefan Riedel, hat die kolossale Umweltverschmutzung des Horizonts in einer Grafik aufgearbeitet.

Und was die „Versorgung“ durch Butendiek angeht: „Windkraftwerke versorgen Haushalte“ hört sich niedlich an. Und weckt Assoziationen zur Mutter, die ihr Baby an der Brust nährt, in Windeln wickelt, im Idealfall erzieht zu einem sozialen Wesen, das Acht gibt auf seine Mitmenschen und die Natur. Die Mutter versorgt es. Tag und Nacht. Rund-um-die-Uhr-„Versorgung“. Bei Windkraftwerken ist das anders. Sie arbeiten sehr unzuverlässig, nämlich nur dann, wenn es ihnen paßt, lediglich an 1.785 Stunden von 8.760 Stunden im Jahr an Land und zwischen 3.500 h und 4.000 h offshore. Sie liefern an Nahrung -unzuverlässig- lediglich 6,3% der benötigten Menge. Und die auch nur vollkommen konfus, siehe angefügte Grafiken! Wenn Mütter wie Windkraftwerke„versorgen“ würden, käme kein Baby über die erste Lebenswoche hinaus! Ja, bei Windkraftwerken läuft die„Versorgung“ genau anders herum. Gäbe man dem angeblichen Versorger Wind-Kraftwerk keine Nahrung -sprich Strom aus konventionellen Kraftwerken-, würde es nicht einmal anspringen, nicht einmal mit der total unzuverlässigen Arbeit anfangen. Und würde der angeblich Versorgte, der Haushalt, nicht zwangsweise über zwanzig Milliarden Euro Jahr für Jahr an die vorgeblich erneuerbaren Mütter zahlen, hätten die sich längst aus dem Staub gemacht. So ist es also: „Rechnerisch“ versorgen Windkraftwerke nicht die Haushalte und die Menschen. Es ist eben genau anders herum!

Daß ein Windkraftwerk-Profiteur, der in Bremen sitzt, vor dem Hintergrund seines durch das EEG prall gefüllten „Erneuerbaren Kontos“ dies alles als ein wenig „störend“ empfindet, ist verständlich, aber ein Trauerspiel.

Und die Gefahr ist nicht gebannt: Schon fordern viele Windkraftwerkbetreiber und Politiker, die Kraftwerke ganz nahe an die Küste zu bauen, das sei eben sehr viel billiger! Und wirft, das wird verschwiegen, noch mehr Profit ab! Allerdings nicht für Natur und Umwelt. Und erst recht nicht für Sylt!

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Zielinski

Dr. Hans-Joachim Zielinski
1. Vorsitzender „Gegenwind – für eine industriefreie Nordsee e.V.“
Graf-Spee-Str. 10
25980 Sylt / OT Westerland
04651 23885

Windkraft – das gewaltigste Naturzerstörungswerk seit 200 Jahren

Windkraft – das gewaltigste Naturzerstörungswerk seit 200 Jahren

Prof. Dr. Michael. Elicker, Staatsrechtler

Anders als zu Zeiten von Heinrich Heine braucht man heute gar nicht mehr bis an die deutsche Grenze zu kommen, damit einem ganz seltsam zumute wird. Schon von weitem kann man dem schmerzlichen Anblick der Sperrriegel von gigantischen Windrädern, die die ehemaligen Wälder des Landes in Industrielandschaften verwandelt haben, nicht entgehen….

…Alle Konzepte der bisherigen Landesentwicklungsplanung, den ländlichen Raum aufzuwerten und der Entvölkerung entgegenzuwirken, werden konterkariert. Wer zieht schon „ins Grüne“, um dann in einer Industrielandschaft mit Immissionen wie Infraschall, Lärm und Schattenschlag zu leben?…

…Die grundlegende Wahrheit, die man endlich erkennen muss, heißt doch: Strom, der zur falschen Zeit am falschen Ort produziert wird, ist weniger wert als null….

Prof. Dr. Michael Elicker ist Staatsrechtslehrer an der Universität des Saarlandes und Rechtsanwalt in Luxemburg. Mit ihren deutschen Bürosin Saarbrücken und Ramstein/Pfalz hilft die Kanzlei Prof. Elicker im Interesse von Natur und Mensch bei der Bekämpfung des rechtsstaatswidrigen Windrad-Wahns. 26. Oktober 2014

 

Auf der Homepage Deutscher Arbeitgeber Verband wir der der gesamte Artikel gezeigt!