So geht es weiter mit der Windkraft in Schleswig-Holstein

So geht es weiter mit der Windkraft in Schleswig-Holstein

Warum die Regierung nichts an den Abständen zu den Einzelhäusern, Siedlungen und Dörfern ändern will…

Dazu ein Leserbrief von Uwe Krüger:
Ausbau
Frank Jung
Husumer Nachrichten vom 15.1.2016
Die Aussagen von MP Albig zu den Abständen zur Wohnbebauung sind zynisch, menschenverachtend und ggf. auch gar nicht rechtskonform, da so innerhalb Schleswig – Holsteins und insbesondere auch im Bund, Menschen mit unterschiedlichem Schutzanspruch definiert würden.
Die Begründung, dass man ohne diese Ungleichbehandlung nicht genügend „Potentialflächen“ hätte ist nicht nur abwegig, sondern auch unzutreffend, denn Albig selbst sagt, dass bei 800m Abstand 2,2% der Landesfläche verfügbar wären, Ziel der Landesplanung wären aber lediglich 1,5% bis 2 % für Windkraftanlagen auszuweisen. Mit derartig unstimmigen und abwegigen Argumentation könnte man ja auch die zulässigen Strahlenbelastungen für die Bevölkerung in Deutschland unterschiedlich definieren, je nachdem ob ein problembehaftetes AKW oder ein undichtes Endlager in der Nähe des
Wohnortes ist, würden dort dann höhere Grenzwerte zu Anwendung gebracht. Vielleicht ist MP Albig gar nicht klar, welchen gefährlichen Unfug er da von sich gibt. Ob es überhaupt rechtskonform wäre, dass innerhalb Deutschlands unterschiedliche Grenzwerte zur Abwendung potentieller Gesundheitsgefährdungen angewandt würden, kann man sicher bezweifeln. Albigs Ignoranz wird somit lediglich weitere Gerichtsentscheide erforderlich machen, löst aber kein Problem und schafft weder Rechtssicherheit noch Planungssicherheit. Abstandsregelungen dienen letztendlich der Vermeidung auch von potentiellen Gesundheitsgefährdungen. So eine Gefährdung wird bez. Infraschall von MP Albig, bar jeder eigenen Sachkunde, ignoriert. Er leugnet sogar das Vorhandensein entspr. Untersuchungen.
Dies ist aber entweder eine eindeutige Lüge, oder man hat ihm noch nie was von den Untersuchungen berichtet, was unglaubwürdig ist bzw. Zweifel aufkommen lässt, ob er denn als MP überhaupt am richtigen Platz ist.

Es werden also unter Vernachlässigung aller gebotenen Vorsicht bei der Risikoabwendung (und dies gilt eben auch für potentielle Gefährdungen), die Interessen der Bürger privatwirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Das hat man schon einmal beim Aufbau der Kernenergie so gemacht und zwischenzeitlich offenbar nichts dazugelernt. Was von solchen menschenverachtenden „Politikern“ wohl noch zu erwarten ist, mag man sich gar nicht vorstellen.

Auch bez. der Energiewende zeigt sich MP Albig hauptsächlich unkundig, begriffsstutzig bzw. ignorant und nicht wirklich lösungsorientiert. Wenn man keinen Kühlschrank hat und einem 2 mal irgendwann im Jahr 2Tonnen Nahrungsmittel in die Wohnung gekippt werden, wird man dennoch verhungern, da an den meisten Tagen des Jahres nur verdorbene und somit nicht nutzbare Nahrungsmittel vorhanden wären. Mit einem Kühlschrank (eigentlich bräuchte man ein Kühlhaus) sähe das ganze natürlich ganz anders aus. Nun kann man zwar an Tagen des großen Überflusses ggf. einen
Teil Nahrungsmittel an andere „Kühlschranklose“ abgeben, benötigt dafür aber auch eine entsprechende (teure) Infrastruktur. Mit einer Vervielfachung der zweimaligen Nahrungsmittelmenge wird das Problem nicht einfacher, da potentielle Abnehmer eben das
gleiche Problem haben, Lieferungen über den aktuellen Bedarf hinaus nicht kühlen (speichern) zu können.
Ob MP Albig sich auch so an großen, aber sinnlosen Zahlen ergötzen würde, wenn es wirklich um Nahrungsmittel und nicht um Windstrom ginge? Offenbar sind ihm die technischen Gegebenheiten von Stromerzeugung, Transport, Speicherung und Verbrauch so wenig bekannt, dass er vielleicht wirklich an sein naives „viel hilft viel – Mantra“ glaubt (wäre dann jedoch als Energiewende – MP völlig untauglich).

Nun weht zwar an mehr als zwei Tagen im Jahr Wind, aber speichern kann man die Elektrizität in nennenswertem Umfang nicht einmal eine Sekunde. Die Pumpspeicherwerke in Deutschland können zusammen Energie zur Versorgung des Landes für vielleicht eine Stunde aufnehmen und bei Flaute bereitstellen. Andere Lösungen, die vielleicht die Möglichkeiten zur Versorgung des Landes auf mehrere Stunden erweitern könnten, werden zwar viel beschworen, verursachen im Aufbau erhebliche Kosten und sind aber in absehbarer Zeit nicht verfügbar. Zudem ist es höchst zweifelhaft, ob konventionelle Technologie zur Speicherung großer Elektrizitätsmengen (Pumpspeicherwerke) in erforderlicher Zahl und Größe in Deutschland errichtet werden können, da aus topographischen Gründen große
Flächen der Mittelgebirge oder von Alpentälern dafür genutzt werden müssten.

Die Propagandaerfolge einer zeitweiligen mehrfachen Versorgung aus Windenergie in S-H sind daher ebenso wenig wert, wie wenige Fressgelage im Jahr in einer „kühlschranklosen Hungergesellschaft“.
Es wird dabei nicht nur von MP Albig verschwiegen, dass der Aufbau einer entsprechenden Speicherinfrastruktur eine nationale Aufgabe ist (bzw. wäre, denn es tut sich nichts), die wohl
über Jahrzehnte dauern und dreistellige Milliardenbeträge erfordern wird. Derzeitige Batteriespeicherprojekte oder dergl. sind zwar nette Insellösungen, erfordern aber auch hohe Investitionen und sind für die Versorgung von Industrieanlagen untauglich. Wenn es aber keine hinreichenden Speichermöglichkeiten für Windenergie gibt, kann man damit nicht die Energieversorgung einer (noch) Industrienation bewerkstelligen. Man könnte nun in Erwägung ziehen, nicht speicherbaren Windstrom zur Einsparung fossiler Energieträger zu nutzen, um das Problem so wenigstens ein wenig abzumildern und auf bezahlbarem Niveau zu lösen. Das ist aber offenbar nicht auf der Agende der Kieler Landespolitik, da die mit der Energiewende verbundene CO2 Problematik gar nicht verstanden wird.

MP Albig hingegen gefällt sich als Kirchturmpolitiker mit Tunnelblick und dient somit lediglich einigen gierigen Akteuren der Windkraftbranche als williger Garant zur Verstetigung der Lizenz zum Gelddrucken.
Dem Land, der Bevölkerung und auf Dauer auch den anderen Akteuren in den regenerativen Energien fügt er jedoch Schaden zu. Das ist jedoch kaum die Aufgabe eines Ministerpräsidenten.

Uwe Krüger
Uelvesbüll

als PDF Datei: Windenergieplanung Abstände 400 800m 15012016

Demo „Rettet unsere Landschaften“ am 12. Januar in Kiel

Demo „Rettet unsere Landschaften“ am 12. Januar in Kiel

Die Aussicht auf bedrückende rotierende Industrielandschaften, rotes Blinklicht am Nachthimmel, Angst vor Infraschall, Wertevernichtung und Heimatverlust waren der Anlass.

Die Auftaktveranstaltung der Landesregierung zur Regionalplanung für Windkraft war der Auslöser für die Demonstration der schleswig-holsteinischen Bürgerinitiativen gegen den Windkraftausbau unter Organisation des Landesverbands Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein. am Dienstag, 12. Januar.
Am 12. Januar um 17.00 Uhr hatten sich bereits weit über 200 Mitstreiter vor dem Regionalen Bildungszentrum (RBZ) in Kiel versammelt. Die Botschaften auf den Bannern waren eindeutig und die mitgebrachten, mit Grablichtern und Blumen geschmückten Särge sprachen eine eindeutige Sprache.
„Wir sind hier, weil die Landesregierung den Stab brechen will über unsere Landschaften…“ so begann Dr. Susanne Kirchhof, 1. Vorsitzende des Landesverbands ihre Ansprache. (Rede Demonstration Kirchhof siehe hier)
„Herr Albig, wollen Sie der Totengräber unserer Landschaften werden?“
und „Es muss Schluss sein mit einer von Ideologie und den Einflüsterungen der Windlobby gesteuerten Landschaftszerstörung.“

Die Unsinnigkeit der Energiewendepolitik von Torsten Albig aus technischer Sicht wurde von Jens Mogensen, BI Neuenkirchen in Dithmarschen in seiner Ansprache hervorgehoben, der abschließend mehr Abstand zur Wohnbebauung forderte. (Rede Jens Mogensen BI Neuenkirchen)

Als weitere Redner traten Dr. Mathias Werner, Windvernunft Kiel, Sylvia Green-Meschke, BI Schwansen, Cornelia Frerichs von der BI Bosau (Rede BI Bosau), Wolfgang Reger, Unsere Dörfer gegen WKA Sierksrade und Peter Jürgen von der BI Krukow an.
Trillerpfeifen und Rasseln eskortierten dazwischen die Vertreter der Landesregierung sowie Angehörige der Windindustrie und deren Profiteure zum Eingang des RBZ.

Der Veranstaltungssaal drohte aus allen Nähten zu platzen, zahlreiche nicht im Vorwege Angemeldete mussten draußen bleiben.

Nach den Fachvorträgen der Landesplanung kamen einige Teilnehmer zu Wort und konnten ihre konkreten und grundsätzlichen Fragen an die Referenten und an den Ministerpräsidenten loswerden.
Antworten auf die von uns geäußerten Befürchtungen, Hinweise auf Zahlen oder Einschätzungen von Fachgremien wurden wieder einmal mit unkonkretem verbalen Jonglieren beantwortet. Eines wurde allerdings deutlich: Der Ministerpräsident will von seinem energiepolitischen Ziel keinen Millimeter abweichen, alle Kriterien werden dem untergeordnet.

Eines sollte Herrn Albig aber klar geworden sein: Wir lassen nicht nach, sondern fangen erst an. Auch das energiepolitische Ziel eines Torsten Albig muss vor dem Wähler bestehen.

Mehr Gegenwind im Raum der die Politik zum wanken brachte…!

Mehr Gegenwind im Raum der die Politik zum wanken brachte…!

Nicht 160, weit über 200 Menschen aus ganz Schleswig-Holstein standen heute Nachmittag stellvertretend für alle Betroffenen Menschen in den jeweiligen Regionen zwischen Niebüll und Brunstorf vor dem RBZ in Kiel und haben lautstark und rot blinkend darauf aufmerksam gemacht, dass die Akzeptanz der von Ministerpräsidenten Albig viel beschworenen
Energiewende auf dem Land am schwinden ist. Aufgebahrt in Särgen die Landschaften, die dem Windwahnsinn bereits zum Opfer gefallen sind und für die Landschaften, die noch geopfert werden sollen, mit Trauergebinden geschmückt. Unzählige Banner zierten den Platz vor dem Eingang, durch den – begleitet vom Pfeiffkonzert – die Vertreter der Landesregierung, sowie zahlreiche Vertreter der Windbranche in das Gebäude gingen.

Es wurden insgesamt 7 Ansprachen gehalten. Den Rednern sei allerherzlichst gedankt. Ein Bericht des NDR ist unter Folgendem Link anzusehen, wobei der großartige Gesamteindruck in diesem Bericht nicht zur Geltung kommt. http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Windkraftgegner-und-Befuerworter-streiten-in-Kiel,windkraftdemo100.html
Nach dieser gestrigen gerademal relativ neutralen Berichterstattung im SH-Magazin zu dieser Informationsveranstaltung der Landesregierung im „Regionalen Berufsbildungszentrums für Wirtschaft“ in Kiel.
folgte schon heute ein Bericht zur beispielhaft bedauernswerten Lage der Windindustrie in SH, diesmal direkt aus dem Hause der Firma Denker & Wulf

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Hoffnung-auf-frischen-Wind-aus-Kiel,windkraft686.html
Beim Bau neuer Windkraftanlagen herrscht praktisch Stillstand und v.a. werden dort nicht sofort abrufbare Einnahmen beklagt.

Dazu ein Video im SH-Magazin

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Windparks-Was-macht-den-Bau-so-schwierig,shmag37408.html

200 Millionen Euro: Kunden zahlen für Strom-Überfluss

200 Millionen Euro: Kunden zahlen für Strom-Überfluss

Kunden zahlen für Energie, die nicht eingespeist werden kann. Der Grund: Die Netze zum Abtransport fehlen.
Für das vergangene Jahr werden allein in Schleswig-Holstein Entschädigungszahlungen von 200 Millionen Euro für Strom fällig, der nicht abgenommen werden konnte…
…Ein Ende dieser Entwicklung ist für die kommenden Jahre nicht absehbar. Bis 2020 könnte die Milliardengrenze für die jährlichen Kosten des sogenannten Redispatch – also die Zwangsabschaltungen – sogar überschritten werden, warnt die Bundesnetzagentur.

http://www.shz.de/schleswig-holstein/politik/200-millionen-euro-kunden-zahlen-fuer-strom-ueberfluss-id12349636.html
Anstatt den Ausbau zumindest mal zu überdenken ist eine Idee aus dem Hause Habeck neuen, zusätzlichen Verbrauch zu schaffen indem der Wegwerfstrom, solange es keine Leitungen gibt (also mind. 10 Jahre) für Speicher, Heiz- oder Industrie-Prozesse verbraten wird

547.954€ Tag für Tag nur für den Wegwerfstrom


Dazu eine Einschätzung von Peter Heller

Wind und Sonne: Die Kannibalen der Energiewende

 

Windkraftbranche unter Druck: Für Windmüller wird die Luft dünn SHZ

Windkraftbranche unter Druck: Für Windmüller wird die Luft dünn SHZ

Ab 2017 sollen Windindustrieprojekte ausgeschrieben werden, um die Kosten mittels einer geringeren Förderung über den Strompreis zu senken. Was sagt die Windbranche: Sie schreit  „Hier brennt die Hütte“, wettert Nicole Knudsen in Ihrer Funktion als Pressesprecherin des BWE-SH … weil die Einnahmen via EEG Subventionen wohl geringer ausfallen könnten.

Für die Stromkunden dürfte es finanziell zumindest ein kleiner Segen sein.

http://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/fuer-windmueller-wird-die-luft-duenn-id12314091.html

28. Dezember 2015

 

Und parrallel dazu Veranstaltungen zum einzunorden der Windbranche und ihre Nutznießer

Windmüller treten auf der Stelle

Um sich selbst zu beweihräuchern lädt die Windbranche Redner wie Franz Alt ein. Jemand der, bevor er dem kompromisslosen Mantra 100% erneuerbar erlegen war, sich um den Naturschutz verdient gemacht hat. Er und der Landesvorsitzende (BWE) Rainhard Christiansen sind sich nicht zu schade für deren eigentliches Ziel den weiteren massiven Ausbau der Windindustrie in Deutschland das aktuelle Flüchtlingsthema zu missbrauchen.
Die Angstkulisse Atom und Klima wird auf ihrer Veranstaltung im Reußenkoog (NF) aktuell passend um die Angst vor Millionen von Klimaflüchtlingen erweitert.
Da helfen nur Millionen von WKA… wie einfach die Welt doch sein kann.

http://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/windmueller-treten-auf-der-stelle-id10949461.html

14. Oktober 2015