Voller Saal in Schloss Johannisberg (Foto: R. Ebelin)

Voller Saal in Schloss Johannisberg (Foto: R. Ebelin)

Am 27. Februar fand auf Schloss Johannisberg im Rheingau ein Symposium der Vernunft, veranstaltet von unserer Bundesinitiative Vernunftkraft, statt.
Über 600 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus, Vertreter der Landesverbände, Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Unternehmerverbänden und Medien waren gekommen, um sich über den ökonomischen, ökologischen und sozialen Wahnsinn der derzeitigen Energiewendepolitik unserer Bundesregierung sowie deren Ausgestaltung in den einzelnen Bundesländern zu informieren.

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Prof. Gerd Weiß, Präsident a. D. des Landesamtes für Denkmalpflege, Hessen (Foto: R. Ebelin)

Prof. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, schlug den Bogen von der Region Rheingau zu allen Regionen Deutschlands, in denen gewachsene Kulturlandschaften und damit das kulturelle Erbe unseres Landes durch den sinnlosen Ausbau der Windkraftanlagen unwiederbringlich zerstört wird.

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Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung (Foto: R. Ebelin)

Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung (Foto: R. Ebelin)

Prof. Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des ifo-Instituts und der renommierteste deutsche Volkswirt, erklärte in seinem Vortrag warum der Windkraftausbau viel zerstört, viel kostet aber die politisch proklamierten Ziele (Atomkraftausstieg und CO2-Reduktion) nicht erreichen kann. Hinterher war jedem klar, dass weder ein ungezügelter Zubau an Windstromerzeugungseinheiten, noch verschiedene Speichermöglichkeiten den Zappelstrom bändigen und für ein stabiles Netz sorgen können.

Eine emotional aufrüttelnde Rede hielt der wohl bekannteste deutsche Naturschützer, Mitbegründer des BUND und Schirmherr der Bundesinitiative Vernunftkraft Enoch zu Guttenberg. Er ließ vor den Augen der Zuhörer die vernichteten Wälder, die zerstörten Landschaften Deutschlands entstehen, über denen sich schon jetzt in bedrückender Monotonie die Stahlrotoren der Windkraftanlagen drehen.
Jedem Zuhörer wurde überdeutlich klar, dass die derzeitige Politik in einer völligen Industrialisierung unseres Landes endet und das, ohne jeden Sinn.

Zu Guttenberg erhielt stehende Ovationen, seine knapp 90 minütige Rede hier in zwei Teilen auf YouTube:

Abschließend wurde der an alle politischen Verantwortungsträger gerichtete Johannisberger Appell – unterzeichnet von zahlreichen Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, sowie den Vorsitzenden der Landesverbände – von Dr. Nikolai Ziegler vorgestellt.
Darin heißt es: „Der Johannisberger Appell markiert den Schulterschluss zwischen Bürgerschaft und Wissenschaft. Auf der Basis gebündelten Wissens und gemeinsamer Erfahrung fordern wir die Abschaffung des Subventionssystems, das den Verteilungskampf antreibt sowie ein Moratorium für den Ausbau subventionierter Stromerzeugungsanlagen.

Innehalten und Nachdenken tut dringend Not.

Mehr dazu auch auf der Seite unserer Bundesinitiative Vernunftkraft
http://www.vernunftkraft.de/appell/

Roland Tichy

Windkraft: Die Öko-Ein-Mann-Armee Enoch zu Guttenberg