Bei herrlichem Wetter machten etwa 250 Menschen aus vielen schleswig-holsteinischen Kreisen auf dem Rathausplatz des Ostseebades Eckernförde auf die wahnsinnigen Windkraftpläne der Landesregierung aufmerksam.

An Infoständen konnten sich Mitstreiter sowie viele Urlauber über spezielle Probleme aus einzelnen Gemeinden sowie über den Artenschutz informieren.

Begleitet wurde die Veranstaltung von den Delvtown Jazzmen.
Eine Imbissbude war aufgebaut, so dass die Besucher sich zwischendurch mit kühlen Getränken etc. versorgen konnten.

Und wieder einmal brachten die Demonstranten kreative Protestideen mit.

Dr. Susanne Kirchhof eröffnete die Redebeiträge als Vorsitzende von Gegenwind S-H und nahm bei ihrer Kritik an der Landesregierung kein Blatt vor den Mund. Sie ist täglich im Einsatz und pendelt zwischen Windwahnbetroffenen und den hohen Damen und Herren im Landeshaus in Kiel hin und her.
Es folgte der 2. Vorsitzende von der Bundesinitiative Vernunftkraft, Dr. Detlef Ahlborn, mit einem krachenden Redebeitrag, der die Zuhörer fesselte.
Die Delegation der Bürgerinitiative Freier Horizont sowie der gegründeten Partei Freier Horizont aus MVP machte auf die Situation in unserem Nachbarland aufmerksam. Die neue Partei ist die einzige Partei, die sich eindeutig dem massiven, sinnlosen Ausbau der Windenergie entgegenstellt. Zur Landtagswahl im September tritt sie an und die Redner rechnen sich gute Chancen aus.
Matthias Elsner von der Landesinitiative Vernunftkraft Niedersachsen berichtete über die Pläne in Niedersachsen und warb für Zusammenhalt und Mut gemeinsam gegen Politik und Windkraftlobby Flagge zu zeigen. Er war beteiligt an der tollen Aktion im Kreis Aurich, wo Anwohner das Rathaus belagerten und mit Schlafsäcken um Asyl baten, da sie nachts aufgrund des WKA-Lärms nicht mehr schlafen können. Diese vorbildliche Aktion machte bundesweit Schlagzeilen.
Zum Schluss wurde es still, denn ein betroffenes Dithmarscher Ehepaar betrat die Bühne und berichtete, wie sie hinters Licht geführt wurden und man ihnen ihren Lebenstraum zu Nichte machte, bis sie schließlich beide schwer erkrankten. Fassungslos hörten Aktivisten aus ganz Schleswig-Holstein sowie Urlauber des Ostseebades ihren Worten zu. Eine Geschichte, die sehr nachdenklich machte und uns alle ermutigen sollte, weiter zu machen – den Protest auf die Straße zu tragen und bereits in der Kommunalpolitik zu beginnen, die Politik immer wieder auf diese Missstände aufmerksam zu machen.
Es blieb noch etwa eine halbe Stunde, um sich an Infotischen auszutauschen. Neue Kontakte wurden geknüpft und bestehende Verbindungen gefestigt. Der Aufwand hat sich gelohnt und ich danke allen Aktivisten für ihren Zeitaufwand.
Wir haben bis hierhin viel erreicht. Hätten wir nicht immer wieder Fachvorträge organisiert und zu Protesten aufgerufen, wäre der Wahnsinn ohne Diskussion weiter gegangen. Nun tut sich etwas in Schleswig-Holstein, es kommt Bewegung in die Sache! Lasst uns weiter machen und vor allem persönliche Eitelkeiten ausblenden. Eine Bewegung die wächst und wächst, bringt in Teilen auch unterschiedliche Meinungen mit sich, dies ist normal und auch gut so. Am Ende sollte jedoch das gemeinsame Ziel stehen und es ist meine feste Überzeugung, dass wir nicht nur im nördlichsten Bundesland, sondern im gesamten Bundesgebiet dazu kommen, dass die Politik ihre Fehler zwar nicht eingesteht, aber erkennt. Es liegt an uns, wie wir weiter damit umgehen werden.
Die Veranstaltung, die dargestellten Themen und die vielen in Eckernförde aktiven Mitstreiter haben mal wieder deutlich gemacht, dass es sich lohnt, sich für Mensch und Natur einzusetzen und unsere Heimat auch für künftige Generationen zu bewahren.
Herzliche Grüße
Frank Dreves


Rede von Susanne Kirchhof, 1. Vorsitzende des Landesverband Für Mensch und Natur – Gegenwind SH anlässlich der Kundgebung in Eckernförde am 11.Juni 2016
Demokratie braucht Feedback
Das habe ich vor ungefähr 2 Jahren an den schleswig-holsteinischen Energiewendeminister Robert Habeck geschrieben, als ich ihm schrieb, wie das Leben in der direkten Nähe eines sog. Windparks ist. Rede Frau Dr. Kirchhof