„Die Radar-Anlagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnten in Zukunft womöglich nicht mehr mit der gewohnten Verlässlichkeit lokale Unwetter mit Starkregen, Hagel oder Schneefall vorhersagen.

Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts kann der DWD geplante Windkraftanlagen im Einzugsbereich seiner 17 deutschen Wetterradar-Stationen wohl nicht mehr pauschal untersagen lassen.“

Artikelauszug aus welt.de von Daniel Wetzel

„Der DWD hatte bislang den Bau von Windkraftanlagen in einem Radius von fünf Kilometern rund um ein Wetterradar grundsätzlich untersagt. Windradbauten im 15-Kilometer-Radius wurden nur nach einer umfangreichen Einzelfallprüfung genehmigt. Mit diesen Regelungen folgte der DWD den Empfehlungen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Der in Offenbach residierende Wetterdienst hielt die Einschränkungen für notwendig, da die Rotorblätter der Windkraftanlagen zunehmend die Radarbilder verzerren. So täuschen die Rotoren zuweilen Unwetter vor, die nicht existieren. In anderen Fällen werden real existierende Unwetter auf den Radarschirmen nicht mehr angezeigt. Präzise regionale Unwetterprognosen sind wichtig, unter anderem zur Information der Feuerwehren und Technischen Hilfsdienste.“ zum Artikel