Forscher entwickeln intelligente Systeme. Ministerpräsident Albig bevorzugt Zwangsmaßnahmen.

Intelligente Netze statt massivem Ausbau, so tituliert die Wirtschaftswoche einen Artikel

(hier den unten stehenden Link http://www.wiwo.de/technologie/green/tech/stromversorgung-intelligente-netze-statt-massivem-ausbau/14734478.html

über Erneuerbare Energien. Endlich wird der Schwerpunkt auf die Nutzbarkeit der Energie gelegt – und nicht auf den ungezügelten Ausbau der Windkraft. Auch das Ziel der dezentralen Energiewirtschaft wird aufgegriffen, denn am besten ist der Strom, der regional erzeugt und verbraucht wird. Neue Stromtrassen, verbunden mit gewaltigen Kosten und weiterer Zerstörung der Landschaft, lassen sich zu einem guten Teil vermeiden, wenn man intelligent vorgeht.

Wer genau hinsieht, stellt fest: Der Artikel stellt Lösungsansätze vor, die Energiewende bürgerverträglich und wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen. Ein Kontrastprogramm zu der Vorgehensweise der Landesregierung von Schleswig-Holstein, die genau das Gegenteil verfolgt. Ministerpräsident Albig will allein den ungezügelten Ausbau der Windkraft. Und er benötigt den Netzausbau, um für den zu viel erzeugten Windstrom Abnehmer zu finden. Er verschweigt die Abhängigkeit Schleswig Holsteins von fossilen Energieträgern, wenn der Wind nicht weht.

Das versteckte Kalkül des Ministerpräsidenten ist klar: Es geht nicht um Klimapolitik, sondern um Klientelpolitik. Um die Profite der Windindustrie zu gewährleisten, muss der Widerstand der Betroffenen gebrochen werden. „Du musst die Menschen dann auch zwingen“, äußerte Albig im ZDF-Interview. Für ihn kann es keine Alternative geben. 

Einnahmen in Millionenhöhe würden der Windindustrie entgehen, würde das Land intelligent statt vehement vorgehen.

Dabei wäre ein Innehalten dringend erforderlich, bis Speicher, Netze und intelligente Systeme in der Lage sind, den Strom der Erneuerbaren Energien zu verdauen. Neue Ansätze müssten eine Chance erhalten, Innovation und Wettbewerb gefördert werden.

Leider ist nicht damit zu rechnen, dass die Landesregierung von allein zur Vernunft kommt. Denn, wie haben es die Wirtschaftsweisen

ausgedrückt: „Wer die Energiewende erfolgreich umsetzen will, muss den politischen Widerstand der größten Profiteure des aktuellen Fördersystems zum Wohle der Verbraucher überwinden“. Davon sind wir weiter entfernt denn je.