Husumer Nachrichten vom 7.4.2017 Nur noch Wind im Kopf? (Wurde leider nicht veröffentlicht)

Es gibt in der Welt des T. Albig also „gute Krankheiten“ und es gibt „schlechte Krankheiten“. Gesundheitliche Probleme durch Windenergie müssen die Bürger nach Albigs Willen eben hinnehmen; aus dem Betrieb von Kernkraftwerken resultierende Krankheiten (die von Politikern ja auch lange verleugnet wurden) sind hingegen Teufelswerk. Die Ursachen von Krankheit sind mir persönlich jedoch so egal, als ob man „abwägt“

ob Erstechen oder Erschießen der geeignetere Weg ist, mit der Gesundheit von Bürgern umzugehen. So eine Abwägung ist zynisch und gehört zu einer menschenverachtenden, längst überwunden geglaubten, „politischen“ Denkweise.

Wie es zudem einer Branche, die weder Primärenergiekosten hat und diese daher nicht zu versteuern hat, angeblich nicht gelingen will, anderen Stromproduzenten gegenüber wirtschaftlich konkurrenzfähig zu sein, weiß wohl nur H. Albers allein. Man hat sich beim BWE wohl zu sehr an die Lizenz zum Gelddrucken gewöhnt und erwartet daher wohl auch, dass alle Folgekosten zum Geschäftsbetrieb der Windmüller von der Gesellschaft getragen werden (Leitungen, demnächst auch Speicher). 

Auch dass eigenes Wachstum zu Lasten anderer Wirtschaftsbereiche und der Lebensqualität, Gesundheit und Immobilienwerten der Einwohner geschieht, wird geflissentlich ignoriert.

Die Energiewende hätte, wenn diese denn vernünftig geplant wäre, durchaus das Potential gehabt, zu CO2 Einsparungen zu führen und auch Energiekosten langfristig zu deckeln – was aber bislang allerdings nicht der Fall ist. Im Gegenteil, die CO2 Emissionen in Deutschland steigen ebenso wie die Energiekosten weiter, was die windigen Gesellen nicht daran hindert mit alternativen Fakten Propaganda zu betreiben.

Was bei einem lediglich geldorientierten Lobbyisten vielleicht noch nachvollziehbar ist, sollte man einem Ministerpräsidenten, der allen Bürgern verpflichtet sein sollte, aber nicht durchgehen lassen. Jemand der Land, Leute (und deren Gesundheit) für „seine Windmüller“ opfern will, sollte nicht Ministerpräsident bleiben. Albig verweigert einen fairen, objektiven Interessensausgleich zwischen Windmüllern und den windkraftgeschädigten Anliegern und dem Rest der Gesellschaft. Damit entlarvt er seinen Wahlslogan „Gerechtigkeit für Alle“ als hohle Phrase.

Uwe Krüger

Uelvesbüll