10 Thesen zur Energiepolitik

10 Thesen zur Energiepolitik

Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt

10 Thesen zur Energiepolitik

40 Vertreter aus den unterschiedlichsten Landkreisen Schleswig-Holsteins haben sich am 24. Mai um 15.00 Uhr vor dem Landtag in Kiel versammelt, um dort 10 Thesen zur Energiepolitik an eine Tür zu nageln.

Oliver Kumbartzky, der energiepolitische Sprecher der FDP und Uli König, Piraten, waren vor das Landeshaus gekommen, um sich anzuhören, wie wir die Energiepolitik von Land und Bund mit dem Ablasshandel der katholischen Kirche vor 500 Jahren in Bezug setzten.

Von mittelalterlicher „Wertschöpfung im ländlichen Raum“ sprach die Vorsitzende des Landesverbands Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein, Susanne Kirchhof, und beschrieb, mit welchen Methoden damals Papst und regionale Bischöfe aus dem Verkauf von Seelenheil ein einträgliches Finanzmodell entwickelt hatten, das eine massive Umverteilung des Geldes von unten nach oben zur Folge hatte. Die Analogie zur heutigen EEG-Energiewende drängt sich förmlich auf.

Als gegen Ende der Rede von auch noch der CDU-Vorsitzende und vermutlich zukünftige Ministerpräsident, Daniel Günther, vor die Delegation trat und nicht nur die Thesen in Empfang nahm, sondern auch in einer kurzen Ansprache betonte, dass die CDU ihre Wahlversprechen – größere Abstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern und eine neue Regionalplanung, die auch dem Bürgerwillen also der Akzeptanz vor Ort wieder Rechnung trägt – bei den schwierigen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen nicht vergessen wird, war ihm die Sympathie der Anwesenden und Applaus sicher.

Susanne Kirchhof betonte am Ende ihrer Rede mit dem Hinweis auf die zeitgleich stattfindenden Aktionen in Brandenburg, Baden Württemberg, Sachsen, Thüringen Hessen, Rheinland Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, dass die Energiepolitik in den einzelnen Bundesländern sehr wohl die Weichen für den Ausgang der Bundestagswahl stellt.

Weder SPD noch Grüne hielten es für nötig, wenigstens einen Abgeordneten zu schicken. Während Ralf Stegner sogar im Hintergrund durchs Bild schlenderte, dabei aber die kleine Aktion keines Blickes würdigte, blieb Bernd Voß, Abgeordneter der Grünen, wenigstens zu einem kurzen Gespräch stehen, als er nach Ende der Veranstaltung das Landeshaus verließ.

Die Botschaft ist bei den Akteuren der zukünftigen Koalition weitestgehen angekommen. Bleibt zu hoffen, dass diese nicht nur in den Ohren, sondern auch in den Köpfen nachwirkt.

Zu Schluss ein historischer Exkurs: Martin Luther hatte seine Thesen wider den Ablasshandel zunächst an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg, geschickt und keine Reaktion von ihm erhalten. Danach verbreiteten Freunde von Martin Luther seine Thesen, die darauf Gegenstand der öffentlichen Diskussion im ganzen deutschen Reich wurden.

Wir können daraus (wieder einmal) das Fazit ziehen, dass eine fachliche Diskussion mit den Entscheidern – solange sie die direkten Profiteure des von uns beklagten Missstandes oder zumindest von den Profiteuren des Systems beeinflusst sind, wenig Erfolg hat.

Die Missstände müssen in der Öffentlichkeit diskutiert werden, nur so werden wir eine Änderung herbeiführen.

 

10 Thesen Die Rede von Dr. Susanne Kirchhof anlässlich Thesenanschlag vor dem Landeshaus in Kiel am 24.05.2017

Symbolischer Akt im Lutherjahr – 10 Thesen zur Energiepolitik

Symbolischer Akt im Lutherjahr – 10 Thesen zur Energiepolitik

Am Mittwoch, dem 24. Mai um 15.00 Uhr wird eine Abordnung des Landesverbands FMuN – Gegenwind Schleswig-Holstein e.V. vor dem Kieler Landeshaus eine Holztür aufstellen. In einem symbolischen Akt werden dann zehn Thesen zum Thema Energiewende an das Türblatt genagelt. Die Vorsitzende des Vereins, Dr. Susanne Kirchhof, wird eine kurze Rede halten.
Alle Landtagsabgeordnete, explizit CDU−Wahlsieger Daniel Günther, sind persönlich eingeladen an die Tür zu kommen.

Wie einst Luther, der sich zum Ziel gesetzt hatte, Fehlentwicklungen innerhalb der Kirche zu korrigieren, verweisen die Gegenwind−Aktivisten mit ihrem Thesenanschlag auf die Kernpunkte einer verfehlten Energiepolitik. Wie einst die Kirchenväter im Dienste der Wahrheit zum Disput animiert werden sollten, fordern die Windkraftkritiker alle Volksvertreter des Bundestages und der Landtage auf, ihre zehn Thesen zur Energiewende unverzüglich zu diskutieren. Der Appell an die Vernunft ist tonangebend: Eine Energiewende sollte nicht auf Grund einer politisch verordneten Ideologie, sondern auf der Basis von Wissen und Fakten betrieben werden. Hier die Thesen im Wortlaut: (mehr …)

Zerstört die Küstenkoalition von SPD, Grünen und SSW durch den Windkraftausbau Kulturlandschaften, Lebensraum und Heimat?

Zerstört die Küstenkoalition von SPD, Grünen und SSW durch den Windkraftausbau Kulturlandschaften, Lebensraum und Heimat?

Die Anzeige der Bürgerinitiative Netzwerk Dithmarschen in der DLZ am 06.05.2017 zeigt Beispielhaft was die Energiewende, im speziellen die Windindustrie mit unseren Landschaften, der Natur und den Menschen macht.

Nach unserer Gründung und der Aufnahme der vielen klaren Meinungen und bitteren Wahrheiten, der vielen Menschen, die sich große Sorgen um ihren Lebensraum, ihre Heimat und ihre umliegende Natur machten und noch immer machen, begannen wir mit unserer Arbeit. Eines war schon von Anbeginn für alle ganz klar: Die Menschen mussten über Vorgänge, zu den Windkraftangelegenheiten in ihren Gemeinden informiert werden, denn die Infos dazu wurden und werden auf kommunaler Ebene zahlreich, sehr gerne unter dem „Deckmäntelchen der Verschwiegenheit“ behandelt. Zu diesem Zeitpunkt dachte ein Großteil unserer Mitglieder noch: Die Windmüller und die Windkraftplaner seien Schuld an der ganzen Misere. Diesen Eindruck konnte man als Bürger/in auch gewinnen, denn eine Gemeinde nach der anderen wurde von potentiellen Windmüllern und Windkraftplanern förmlich überrannt, es geht um viel Geld und die Gier war grenzenlos.

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Hier der ganze Text:

Hier die in der DLZ veröffentlichte Version:

DLZ Bürgerinitiativen Netzwerk Dithmaschen

Presseinformation Volksinitiativen zum Windkraftausbau

Presseinformation Volksinitiativen zum Windkraftausbau

Drei Tage vor der Landtagswahl haben die beiden Volksinitiativen „Für größere Abstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern (VI Abstand)“ und „Für die Durchsetzung des Bürgerwillens bei der Regionalplanung Wind (VI Mitbestimmung)“ annähernd jeweils 14.000 Unterschriften gesammelt.

Die Vorsitzende des Vereins Gegenwind SH, des einen Initiators beider Volksinitiativen, Dr. Susanne Kirchhof dazu: “Mittlerweile wissen alle Parteien, dass die Regionalplanung zum Windkraftausbau die Wahl beeinflussen wird. Wenn auch die Regierungsparteien dieses Thema am liebsten totschweigen würden, haben alle Oppositionsparteien des jetzigen Landtags die Forderungen der Volksinitiativen zumindest teilweise bereits in ihr Wahlprogramm übernommen.“

Bei dem zu erwartenden denkbar knappen Kopf an Kopf Rennen zwischen Torsten Albig und seinem Herausforderer Daniel Günther sind 14.000 gesammelte Unterschriften eine nicht zu ignorierende Summe, entspricht diese Zahl doch in etwa einem Prozent der Wählerstimmen.

Die Forderungen der beiden Volksinitiativen sind ein klarer Auftrag an den künftigen Landtag, es ist der Gestaltungswille der Politik gefordert.