ZDF Doku Zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Sind schon wieder Wahlen?

Wie realistisch ist die Energiewende? Film von Birgit Tanner

„Erneuerbare Energie ist eines der besten Mittel gegen die Klimaerwärmung. Dazu müsste unser Energiesystem konsequent umgebaut werden. Und das ist eine gigantische Herausforderung

An den Windkraftanlagen-Herstellern liegt es nicht. Die Bundesregierung selbst tritt bei der Energiewende aus Kostengründen auf die Bremse. Das muss nicht so bleiben, denn im September wird neu gewählt…

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Die Dokumentation zeigt an Beispielen, wo die Hindernisse der Energiewende derzeit liegen und welche Modelle sich als höchst erfolgreich erwiesen haben und fragt auch nach den unterschiedlichen Prioritäten, die die Parteien bei der Umsetzung der Energiewende setzen“

Der letzte Absatz der Beschreibung kommt recht neutral daher. Aber sehen Sie selbst:

https://www.zdf.de/dokumentation/dokumentation-sonstige/videos/zwischen-wunsch-und-wirklichkeit-100.html

Ein Einschätzung und v.a. Einordnung von Wunsch und Wirklichkeit der Doku von Holger Douglas:

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/zdf-doku-wahlwerbung-fuer-gruen/

 

 

Depot Freihafen Tönning Ausstellung

Ausstellung im Juli/ August 2017

Maritim, regional, orginal, rustikal

Auf unsere Einladung hin präsentieren die Dithmarscher Bürgerinitiative BIND und der Landesverband Für Mensch und Natur Gegenwind SH e.V. ihre Anliegen bzgl. der Probleme und Beeinträchtigungen durch den Wildwuchs der Windkraftturbinen.

Die Initiatoren des Depot Freihafens möchten damit ihren kleinen Beitrag zur Förderung einer öffentlichen Diskussion leisten und das Mitspracherecht der Betroffenen ermöglichen. Wir hoffen auf viel Presse und PR, auf viele freie Meinungsäußerungen und einem offenen Umgang mit diesem neuen unübersehbaren Kulturgut und Landschaftsbild.

Facebook Depot Freihafen Tönning

 

 

In NRW – Schwarz-Gelb erhöht Windrad-Abstand in …

In NRW – Schwarz-Gelb erhöht Windrad-Abstand in …

CDU und FDP haben sich auf Landesebene geeinigt, einen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern von 1500 Metern festzuschreiben.

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper gehört zu den zwölf Chefunterhändlern, die derzeit an einem Koalitionsvertrag für eine Landesregierung von CDU und FDP arbeiten. Und anscheinend wird er thematisch auch von der Neusser Basis inhaltlich „angefüttert“. Denn am Mittwoch legte sich die Koalition darauf fest, den Abstand zwischen Wohnbebauung und Windkraftanlagen mit mindestens 1500 Metern neu festzulegen. Offensichtlich habe seine Mail vom 22. Mai dazu beigetragen, stellt der CDU-Stadtverordnete Karl-Heinz Baum fest, in der er – nach bayerischem Vorbild – vorschlägt, im Koalitionsvertrag eine Mindestentfernung festzulegen, die dem Zehnfachen der Windradhöhe entspricht.

Mehr von dem was in NRW möglich lesen Sie hier:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/schwarz-gelb-erhoeht-windrad-abstand-aid-1.6874801

 

….und was machen wir dann?

….und was machen wir dann?

von Steffen Gross
Region Wetzlar

Zwölf Minuten bleiben bis zum Stromausfall
Mit der Energiewende droht Verbrauchern künftig die Zwangsabschaltung

Wetzlar Durch immer mehr Wind- und Solaranlagen gerät die Stabilität der Stromnetze in Gefahr. Um den großen Blackout zu verhindern, sind Netzbetreiber wie Enwag verpflichtet, einzelne Verbraucher oder ganze Stadtteile abzuschalten. 12 Minuten Reaktionszeit bleiben ihnen dafür. Wer schon einmal von einem Stromausfall überrascht wurde, kennt die weitreichenden Folgen. Nichts geht mehr – kein Licht, keine Heizung kein Herd, kein Telefon, kein Computer. Noch unangenehmer kann es werden, wenn Aufzüge steckenbleiben und Produktionsmaschinen ausfallen. Solche Ausfälle könnten künftig geplant, aber genauso
plötzlich auftreten. Denn im Energiewirtschaftsgesetz hat der Gesetzgeber den Stromnetzbetreibern vorgeschrieben, Vorsorge für die Netzstabilität zu treffen. Die Lösung heißt Kaskadierung, dem großen Knall soll mit der Abschaltung einzelner Kunden oder ganzer Netzgebiete zuvorgekommen werden – je nach Bedarf. Die Kaskadierung ist gesetzliche Norm und Wasser auf die Mühlen der Windkraftgegner. (mehr …)

3 Wochen noch…

3 Wochen noch…

Hallo zusammen,

in gut drei Wochen endet die Einwendungsfrist für die erste Runde der Regionalplanung. In vielen Gemeinden und Kreisen werden in den nächster Zeit noch Stellungnahmen verabschiedet.  Falls jemand noch Ideen und Anknüpfungspunkte für eigene oder weitere Stellungnahmen  benötigt, sollte sich die bereits verfügbaren Stellungnahmen der kommunalen Gremien anschauen. Ich habe die mir öffentlich zugänglichen Stellungnahmen der Kreise (6 liegen bisher vor) und verschiedener Gemeinden einmal zusammengestellt. Sie sind zu finden unter

https://www.windenergie-planung.de/stellungnahmen-regionalplanung/

Einige sind noch im Entwurfsstadium, werden aber sicher nicht mehr viele Änderungen bekommen. Umfang und Qualität sind unterschiedlich, aber in jedem Fall sind die Stellungnahmen interessant. Teilweise wird auch das gesamträumliche Planungskonzept angegriffen. Zu vielen Vorrangflächen gibt es (oft ablehnende) Detailkommentare. Es ist offensichtlich, dass die Landesplanung noch sehr viele inhaltliche Fehler gemacht hat. Das ist insofern nicht überraschend, da fast alles am Reißbrett geplant wurde ohne die eigentlich notwendige Feldarbeit vor Ort. Damit war die Landesplanung aber offensichtlich personell völlig überfordert. Es lohnt sich also durchaus, jede noch so kleine Beobachtung zu Papier zu bringen.

Falls jemand weitere interessante kommunale Stellungnahmen (oder die links dazu) verfügbar hat, bitte mir zusenden. Ich werde diese dann umgehend online stellen.

Viele Grüße

Holger Diedrich

10 Thesen zur Energiepolitik

10 Thesen zur Energiepolitik

Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt

10 Thesen zur Energiepolitik

40 Vertreter aus den unterschiedlichsten Landkreisen Schleswig-Holsteins haben sich am 24. Mai um 15.00 Uhr vor dem Landtag in Kiel versammelt, um dort 10 Thesen zur Energiepolitik an eine Tür zu nageln.

Oliver Kumbartzky, der energiepolitische Sprecher der FDP und Uli König, Piraten, waren vor das Landeshaus gekommen, um sich anzuhören, wie wir die Energiepolitik von Land und Bund mit dem Ablasshandel der katholischen Kirche vor 500 Jahren in Bezug setzten.

Von mittelalterlicher „Wertschöpfung im ländlichen Raum“ sprach die Vorsitzende des Landesverbands Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein, Susanne Kirchhof, und beschrieb, mit welchen Methoden damals Papst und regionale Bischöfe aus dem Verkauf von Seelenheil ein einträgliches Finanzmodell entwickelt hatten, das eine massive Umverteilung des Geldes von unten nach oben zur Folge hatte. Die Analogie zur heutigen EEG-Energiewende drängt sich förmlich auf.

Als gegen Ende der Rede von auch noch der CDU-Vorsitzende und vermutlich zukünftige Ministerpräsident, Daniel Günther, vor die Delegation trat und nicht nur die Thesen in Empfang nahm, sondern auch in einer kurzen Ansprache betonte, dass die CDU ihre Wahlversprechen – größere Abstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern und eine neue Regionalplanung, die auch dem Bürgerwillen also der Akzeptanz vor Ort wieder Rechnung trägt – bei den schwierigen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen nicht vergessen wird, war ihm die Sympathie der Anwesenden und Applaus sicher.

Susanne Kirchhof betonte am Ende ihrer Rede mit dem Hinweis auf die zeitgleich stattfindenden Aktionen in Brandenburg, Baden Württemberg, Sachsen, Thüringen Hessen, Rheinland Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, dass die Energiepolitik in den einzelnen Bundesländern sehr wohl die Weichen für den Ausgang der Bundestagswahl stellt.

Weder SPD noch Grüne hielten es für nötig, wenigstens einen Abgeordneten zu schicken. Während Ralf Stegner sogar im Hintergrund durchs Bild schlenderte, dabei aber die kleine Aktion keines Blickes würdigte, blieb Bernd Voß, Abgeordneter der Grünen, wenigstens zu einem kurzen Gespräch stehen, als er nach Ende der Veranstaltung das Landeshaus verließ.

Die Botschaft ist bei den Akteuren der zukünftigen Koalition weitestgehen angekommen. Bleibt zu hoffen, dass diese nicht nur in den Ohren, sondern auch in den Köpfen nachwirkt.

Zu Schluss ein historischer Exkurs: Martin Luther hatte seine Thesen wider den Ablasshandel zunächst an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg, geschickt und keine Reaktion von ihm erhalten. Danach verbreiteten Freunde von Martin Luther seine Thesen, die darauf Gegenstand der öffentlichen Diskussion im ganzen deutschen Reich wurden.

Wir können daraus (wieder einmal) das Fazit ziehen, dass eine fachliche Diskussion mit den Entscheidern – solange sie die direkten Profiteure des von uns beklagten Missstandes oder zumindest von den Profiteuren des Systems beeinflusst sind, wenig Erfolg hat.

Die Missstände müssen in der Öffentlichkeit diskutiert werden, nur so werden wir eine Änderung herbeiführen.

 

10 Thesen Die Rede von Dr. Susanne Kirchhof anlässlich Thesenanschlag vor dem Landeshaus in Kiel am 24.05.2017