Schutz von Mensch und Natur in der laufenden Regionalplanung, ein Realitätscheck

Schutz von Mensch und Natur in der laufenden Regionalplanung, ein Realitätscheck

Schutz von Mensch und Natur in der laufenden Regionalplanung, ein Realitätscheck

Vortrag als PDF  zur WGK-Informationsveranstaltung am 5.10.2018 in Klein Vollstedt von Holger Diedrich, Riepsdorf Diplom-Geograph, Dipl.-Ing. (FH)

Die Urteile der Umweltverbände sind vernichtend

 

Eine unerlaubte Vervielfältigung, Verbreitung oder anderweitige Nutzung ist nicht gestattet. Alle Rechte liegen beim Verfasser.

Energiewende in Schleswig-Holstein:  Wunsch und Wirklichkeit

Energiewende in Schleswig-Holstein: Wunsch und Wirklichkeit

Wenn die Wirklichkeit nicht zur Theorie passt, umso schlimmer für die Wirklichkeit.

(Georg Wilhelm Friedrich Hegel deutscher Philosoph, 1770 – 1831)

Ein Vortrag anläßlich der Informationsveranstaltung der WGK RD  am 05.10.2018 in Klein Vollstedt

 Vortrag als PowerPointPräsentation  Energiewende in SH Wunsch und Wirklichkeit

Dipl.-Ing. Rupert Rompel, 24802 Emkendorf

 

Eine unerlaubte Vervielfältigung, Verbreitung oder anderweitige Nutzung ist nicht gestattet. Alle Rechte liegen beim Verfasser.

 

Neue Leitlinien der WHO für Lärmbelastung

Die Welt Gesundheitsorganisation WHO veröffentlicht neue Richtlinien für die Bewertung von Umgebungslärm. Erstmals ist explizit der Lärm von Windkraftanlagen mit berücksichtigt.

Die WHO empfiehlt eine maximale Belastung durch WKA von 45 dB(A) TAGSÜBER. Für die Nachtzeit legt sich die WHO hier noch nicht fest, wir können aber davon ausgehen, dass die Empfehlung unterhalb von 45 dB(A) liegen muss.

 

„Im Vergleich zu früheren Leitlinien der WHO über Lärmbelastung enthalten diese neuen Leitlinien fünf wesentliche Neuerungen:

  • stärkere Belege für die Auswirkungen von Umgebungslärm auf Herz, Kreislauf und Stoffwechsel;
  • die Einbeziehung neuer Lärmquellen, also nicht nur des Verkehrslärms (Flug-, Schienen- und Straßenverkehr), sondern auch des Lärms von Windturbinen und aus Freizeitaktivitäten;
  • die Anwendung eines standardisierten Ansatzes zur Bewertung der vorliegenden Evidenz;
  • eine systematische Bestandsaufnahme der vorliegenden Evidenz, in der die Beziehung zwischen Lärmbelastung und der Gefahr negativer gesundheitlicher Folgen beschrieben wird;
  • die Anwendung von Indikatoren für die langfristige durchschnittliche Lärmbelastung, um schädliche Gesundheitsfolgen besser prognostizieren zu können.

Verstärkte politische Maßnahmen zum Schutz der Gesellschaft vor den gesundheitlichen Folgen von Lärmbelastung

Die neuen Leitlinien zielen gleichermaßen auf Entscheidungsträger und Fachleute ab und sollen gesetzgeberische und andere politische Entscheidungsprozesse auf der kommunalen, nationalen und internationalen Ebene unterstützen. „Durch ihr Potenzial zur Beeinflussung der Städte-, Verkehrs- und Energiepolitik tragen die Leitlinien für Umgebungslärm zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei und unterstützen unsere Zukunftsvision der Schaffung widerstandsfähiger Gemeinschaften und stützender Umfelder in der Europäischen Region“, fügt Dr. Jakab hinzu“ mehr lesen: WHO Neue Leitlinien der WHO für Lärmbelastung veröffentlicht

http://www.euro.who.int/de/media-centre/sections/press-releases/2018/press-information-note-on-the-launch-of-the-who-environmental-noise-guidelines-for-the-european-region

 

 

Die „Kugel Eis“ von Trittin ist gewachsen

Die „Kugel Eis“ von Trittin ist gewachsen

Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen Gesamtjahr und Viertes Quartal 2017

Für das Jahr 2017 muss ein Anstieg der Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen im Vergleich zu den
Vorjahren konstatiert werden. Dabei stieg die Menge der Abregelungen durch Redispatchmaßnahmen in 2017
auf rund 10.200 GWh, die angeforderte Erhöhung der Einspeisung durch Markt- und Reservekraftwerke lag
bei 10.238 GWh. Das gesamte Redispatchvolumen lag damit bei rund 20.439 GWh. Die Abregelung
erneuerbarer Energieträger durch Einspeisemanagement-Maßnahmen (EinsMan) stieg auf 5.518 GWh an
(2015: 4.722 GWh; 2016: 3.743 GWh).
Diese Werte sind immer im Kontext der Gesamterzeugung zu betrachten. So war 2017 nach vorläufigen
Angaben der Übertragungsnetzbetreiber das Jahr mit der bislang höchsten Einspeisung aus
Windenergieanlagen. Ausschlaggebend hierfür war u.a. das windreiche vierte Quartal, in dem auch die bislang
höchste Abregelungsmenge im Rahmen des EinsMan verzeichnet wurde.
Mit dem Anstieg der Redispatch- und EinsMan-Maßnahmen geht allerdings auch ein Kostenanstieg einher.
Diese Kosten sind erheblich und liegen mit insgesamt ca. 1,4 Mrd. Euro weit über denen des windarmen Jahres
2016 (rund 880 Mio. Euro) und auch über denen des Jahres 2015 (rund 1,1 Mrd. Euro). Die Kosten für
Redispatch mit Marktkraftwerken liegen bei ca. 396,5 Mio. Euro zuzüglich ca. 26,6 Mio. Euro für
Countertrading-Maßnahmen. Gestiegen sind insbesondere die geschätzten Entschädigungsansprüche für
EinsMan-Maßnahmen auf 610 Mio. Euro (2015: 478 Mio. Euro; 2016: 373 Mio. Euro) und die Kosten für die
Vorhaltung und den Einsatz von Reservekraftwerken auf rund 415 Mio. Euro (2015: 227,8 Mio. Euro; 2016:
285,7 Mio. Euro).
Volksinitiative „Abstand“ vor dem Petitionsausschuss

Volksinitiative „Abstand“ vor dem Petitionsausschuss

Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren haben Windkraftkritiker am vergangenen Mittwoch vor dem Petitionsausschuss des Kieler Landtags Position bezogen. Zur Debatte stand die „Volksinitiative für größere Abstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung“. Susanne Kirchhof, Gerhard Artinger und Jens Mogensen haben die hohen gesundheitlichen Risiken für die Anwohner erläutert und der Landesregierung einen doppelten Verstoß gegen das Grundgesetz vorgehalten.

Die Jamaika−Koalition suggeriert eine allgemeine Abstandsvergrößerung von 800 auf 1000 Meter. Fakt jedoch ist, dass Einzelhäuser und Splittersiedlungen von dieser Regelung ausgenommen sind. Für sie gilt weiterhin ein Mindestabstand von 400 Metern. Gleiches Recht für alle? So will es das Grundgesetz (Artikel 3, Abs.1). Für die Bewohner der Außenbereiche hat dieser Gleichheitsgrundsatz offenbar keine Gültigkeit. Die Politik behandelt sie als Menschen zweiter Klasse.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits 2009 festgestellt, dass nächtliche Lärmbelästigung, die eine bestimmte Grenze − 40 dB(A) − überschreitet, die Gesundheit schädigt. In den Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen wird diese Erkenntnis bis heute ignoriert. „Die Politik beharrt auf den gestaffelten Schutzzonen“, kritisiert Susanne Kirchhof. Zudem basieren die Berechnungen auf nachweislich veralteten Messverfahren. Das Grundgesetz garantiert das „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ (Artikel 2, Abs. 2). Die Landesregierung setzt sich sehenden Auges darüber hinweg.

Stattdessen wird der Ausbau der Windkraftanlagen unverändert weiträumig geplant. „Nur“ zwei Prozent der Landesfläche sind als Vorranggebiete ausgewiesen. Bei einer korrekten Anwendung der Schallschutzvorschriften sind inklusive der Schutzabstände jedoch etwa 18 Prozent der Landesfläche unbewohnbar.

Nach Debatte stimmten die Ausschussmitglieder hinter verschlossenen Türen mehrheitlich gegen die Forderungen der Volksinitiative. Die endgültige Entscheidung trifft der Landtag.

 

Liebe Mitstreiter,

wie bereits angekündigt, wird der Petitionsausschuss des Landtags sich am Dienstag nach Pfingsten (22. 5.18) mit der Volksinitiative für größere Abstände zwischen Wohnhäusern und Windkraftanlagen befassen.

Hier die Pressemeldung: PM Petitionsausschuss 22.05.18