planet e.: Das Windkraft-Dilemma ZDF Doku

planet e.: Das Windkraft-Dilemma ZDF Doku

Windkraft – sauber, aber hoch umstritten: Ärgernis im Landschaftsbild, Lärmhorror in Ortsnähe, Albtraum für Vogelschützer. Die Folge: Akzeptanzverlust. Wie geht es weiter mit der Windkraft?

Die Bürger für die Windkraft gewinnen – das kann gehen, wenn möglichst viele Menschen am Gewinn teilhaben können. Mit Bürgerwind-Gesellschaften. Sie werden bevorzugt genehmigt. Doch die Profis der Branche nutzen Schlupflöcher – und tricksen die Bürger aus.

Bürgerwind-Gesellschaften müssen deutlich weniger Genehmigungen vorweisen und haben damit geringere bürokratische Hürden. Das Ziel: Die Bürger sollen sich an der Windkraft beteiligen und von den Erlösen profitieren. Doch nach Recherchen von „planet e.“ geht diese Rechnung nicht auf. Im jüngsten Genehmigungsverfahren haben auf den ersten Blick unterschiedliche Bürgerenergiegesellschaften einen Zuschlag bekommen. Doch 37 davon haben denselben professionellen Projektentwickler. Profis nutzen offenbar die Bevorzugung der Bürgerwind-Gesellschaften aus, um an lukrative Aufträge zu kommen – an den Bürgern vorbei.

Das ärgert Susanne Kirchhof aus Schleswig-Holstein schon lange. Aus ihrer Sicht sind Windräder kein Beitrag zum Klimaschutz, sondern dienen allein dem Profit der Betreiber, kritisiert die Vorsitzende des Vereins „Gegenwind“ in Schleswig-Holstein. Ihr selbst wurde ein Windpark vor die Nase gesetzt. Seither kämpft sie mit ihrer Familie mit dem Lärm und befürchtet gesundheitliche Folgen durch den nahe gelegenen Windpark. Der Bürger sei vollkommen außen vor, bemängelt Kirchhof die Umsetzung der Energiewende. Zudem sei die Windkraft massiv subventioniert, und die Kosten trage der Bürger über die hohen Strompreise…

Film von Birgit Tanner und Wolfram Giese

Im TV: ZDF, 22.10.2017, 16:30 – 17:00

Das Windkraft-Dilemma ZDF Doku

 

Interimsverfahren ist Stand der Technik

Interimsverfahren ist Stand der Technik

Verwaltungsgericht Düsseldorf: Interimsverfahren ist Stand der Technik

Der Bund/Länderarbeitskreis Immissionsschutz (LAI) hat als offizielles Arbeitsgremium der Umweltministerkonferenz (https://www.lai-immissionsschutz.de/servlet/is/8048/) anfang September das Interimsverfahren Stand 06/2016 als neues Prognoseverfahren für die Schallausbreitungsrechnung von Windkraftanlagen empfohlen hat, beurteilt das Verwaltungsgericht Düsseldorf in einer Rechtsprechung
(Az.: 28 L 3809/17 vom 25.09.2017), dass das neue Verfahren als Stand der Technik gilt, das bisherige Verfahren also ungültig ist. Das Urteil ist unter diesem Link nachzulesen.
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/vg_duesseldorf/j2017/28_L_3809_17_Beschluss_20170925.html

Das Urteil besagt weiterhin, dass die neue Schallausbreitungsrechnung nicht nur in zukünftigen und laufenden Genehmigungsverfahren Anwendung finden muss, sondern dass auch alle bisher erteilten Genehmigungen auf
eine korrekte Schallprognose-Rechnung überprüft werden müssen. Außerdem wird ausgeführt, dass es eben nicht ausreichend ist, eine nachträgliche Schalldrosselung für den Nachtbetrieb anzuweisen, sondern dass tatsächlich eine neue Genehmigung erteilt werden muss.

Was bedeutet dieses Urteil?
Das Gericht erkennt die Empfehlung des LAI als Stand der Technik an. Demzufolge ist eine Überführung der LAI-Empfehlung in Erlass- oder Gesetzesform auf Landesebene nicht nötig, sondern bereits jetzt schon verpflichtend.
In allen laufenden Ausnahmegenehmigungsverfahren muss nachgeprüft werden, ob bei Anwendung der neuen
Schallausbreitungsrechnung (Interimsverfahren) die Richtwerte nach der TA Lärm eingehalten werden.

Alle direkten Anwohner von bereits bestehenden Windkraftanlagen, deren Häuser bisher im Grenzbereich
der einzuhaltenden Richtwerte nach TA Lärm liegen, sollten ebenfalls die Genehmigungsbehörde auf das Düsseldorfer Urteil und den neuen Stand der Technik hinweisen und fordern, dass die neue Schallausbreitungsrechnung für die Bestandsanlagen durchgeführt und eine nächtliche Schallreduzierung Auflage der Genehmigung wird.

ZDF Doku Zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Sind schon wieder Wahlen?

Wie realistisch ist die Energiewende? Film von Birgit Tanner

„Erneuerbare Energie ist eines der besten Mittel gegen die Klimaerwärmung. Dazu müsste unser Energiesystem konsequent umgebaut werden. Und das ist eine gigantische Herausforderung

An den Windkraftanlagen-Herstellern liegt es nicht. Die Bundesregierung selbst tritt bei der Energiewende aus Kostengründen auf die Bremse. Das muss nicht so bleiben, denn im September wird neu gewählt…

….

Die Dokumentation zeigt an Beispielen, wo die Hindernisse der Energiewende derzeit liegen und welche Modelle sich als höchst erfolgreich erwiesen haben und fragt auch nach den unterschiedlichen Prioritäten, die die Parteien bei der Umsetzung der Energiewende setzen“

Der letzte Absatz der Beschreibung kommt recht neutral daher. Aber sehen Sie selbst:

https://www.zdf.de/dokumentation/dokumentation-sonstige/videos/zwischen-wunsch-und-wirklichkeit-100.html

Ein Einschätzung und v.a. Einordnung von Wunsch und Wirklichkeit der Doku von Holger Douglas:

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/zdf-doku-wahlwerbung-fuer-gruen/

 

 

Depot Freihafen Tönning Ausstellung

Ausstellung im Juli/ August 2017

Maritim, regional, orginal, rustikal

Auf unsere Einladung hin präsentieren die Dithmarscher Bürgerinitiative BIND und der Landesverband Für Mensch und Natur Gegenwind SH e.V. ihre Anliegen bzgl. der Probleme und Beeinträchtigungen durch den Wildwuchs der Windkraftturbinen.

Die Initiatoren des Depot Freihafens möchten damit ihren kleinen Beitrag zur Förderung einer öffentlichen Diskussion leisten und das Mitspracherecht der Betroffenen ermöglichen. Wir hoffen auf viel Presse und PR, auf viele freie Meinungsäußerungen und einem offenen Umgang mit diesem neuen unübersehbaren Kulturgut und Landschaftsbild.

Facebook Depot Freihafen Tönning

 

 

In NRW – Schwarz-Gelb erhöht Windrad-Abstand in …

In NRW – Schwarz-Gelb erhöht Windrad-Abstand in …

CDU und FDP haben sich auf Landesebene geeinigt, einen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern von 1500 Metern festzuschreiben.

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper gehört zu den zwölf Chefunterhändlern, die derzeit an einem Koalitionsvertrag für eine Landesregierung von CDU und FDP arbeiten. Und anscheinend wird er thematisch auch von der Neusser Basis inhaltlich „angefüttert“. Denn am Mittwoch legte sich die Koalition darauf fest, den Abstand zwischen Wohnbebauung und Windkraftanlagen mit mindestens 1500 Metern neu festzulegen. Offensichtlich habe seine Mail vom 22. Mai dazu beigetragen, stellt der CDU-Stadtverordnete Karl-Heinz Baum fest, in der er – nach bayerischem Vorbild – vorschlägt, im Koalitionsvertrag eine Mindestentfernung festzulegen, die dem Zehnfachen der Windradhöhe entspricht.

Mehr von dem was in NRW möglich lesen Sie hier:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/schwarz-gelb-erhoeht-windrad-abstand-aid-1.6874801