Lärm von Windkraftanlagen – macht das MELUND gemeinsame Sache mit dem BWE zu Lasten der Landbevölkerung?

Presseinformation

Lärm von Windkraftanlagen – macht das MELUND gemeinsame Sache mit dem BWE zu Lasten der Landbevölkerung?
Besorgte Bürgerinnen und Bürger fragten bei „Für Mensch und Natur Gegenwind Schleswig-Holstein“ an, ob das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND) nun gemeinsame Sache mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) macht.
Wie durch Schallmessungen an Windkraftanlagen bereits …

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MELUND und BWE

Pressemitteilung: Endlich neue Schallausbreitungsrechnung bei Windindustrieanlagen

Pressemitteilung: Endlich neue Schallausbreitungsrechnung bei Windindustrieanlagen

Seit Jahren weisen Betroffene von Windkraftanlagen darauf hin, dass die bisherige Schallausbreitung ausgehend von Windkraftanlagen nicht richtig berechnet wird. Schallexperten hatten daher ein Interimsverfahren entwickelt, das berücksichtigt, dass Windkraftanlagen in der Regel höher als 30 Meter sind und dass insbesondere die Bodendämpfung für hohe Schallquellen anders wirkt als in der alten Norm festgelegt ist.

Die von SPD und Grünen dominierte ehemalige Landesregierung in Schleswig-Holstein hatte es jedoch vehement abgelehnt, für die Berechnung der Schallausbreitung das Interimsverfahren anzusetzen. Rot-Grün bestand auf das Berechnungsverfahren nach den über 20 Jahre alten Normen, also aus einer Zeit, als es noch gar keine 100 bis 200 Meter hohen Windkraftanlagen gab. Betroffene empfinden das Verhalten des ehemaligen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD), des Ministers Robert Habeck (Grüne) und seiner Staatssekretärin Frau Dr. Ingrid Nestle (Grüne) als vorsätzliche Körperverletzung. Mehr Lesen:

http://gegenwind-sh.de/wp-content/uploads/2015/06/Presseinformation-Neue-Schallausbreitungsrechnung-bei-Windkraftanlagen.pdf

Windkraftlobby will in Schleswig-Holstein mitregieren

Regiert in Schleswig-Holstein die Windkraftlobby?
In einem geheimen Schreiben hat der Bundesverband der WindEnergie (BWE) den Mitgliedern des Umwelt− und Agrarausschusses im Landtag einen 15−seitigen Katalog mit Handlungsempfehlungen zukommen lassen. Umfang und Inhalt dieser Empfehlungen machen deutlich, wie stark der BWE hier in die Landespolitik hineinregieren will.

Pressemeldung – Windkraftlobby will in SH mitregieren
Presseerklärung zum Koalitionsvertrag

Presseerklärung zum Koalitionsvertrag

Presseerklärung zum Koalitionsvertrag

Der Spielraum für das Gelingen dieser Koalition war eng, und das offenbart sich deutlich in dem Kapitel „Klimaschutz und Energiewende“.
Bevor wir auf den Koalitionsvertrag im Einzelnen eingehen, zunächst etwas Grundsätzliches:
Die verhandelnden Parteien haben das Thema Windkraftzubau und die Bedingungen für die Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergie an den Schluss der Verhandlungen gelegt. Damit diente ein Anliegen, das den visuellen Charakter unseres Landes, den Erhalt der Artenvielfalt und vor allem die Geschicke zahlreicher Bürger maßgeblich bestimmt, von Anfang an als taktische Verhandlungsmasse. Das Thema „Vergrößerung der Abstände zwischen Windvorrangflächen und Wohnhäusern“ war der Bonbon für die Grünen, mit dem CDU und FDP die Durchsetzung von Infrastruktur- und Verkehrsprojekten wie der A20 oder der Fehmarnbeltquerung ausgehandelt haben. Nach dem simplen Motto „Wenn Du brav bist, bekommst Du später noch einen Lutscher“. So funktioniert Erziehung − und so funktioniert offenbar auch Politik.
Der Öffentlichkeit wird das Ganze in einer Weise verkauft, die nur Verwirrung stiften kann − und vermutlich auch soll. Die landesplanerische Kompetenz beschränkt sich auf die Abstände zwischen Windvorranggebiet und Wohnbebauung. Die Vorgaben zum Abstand zwischen der einzelnen Windkraftanlage und dem nächstgelegenen Wohnhaus kommen erst im konkreten Genehmigungsverfahren zur Anwendung. Diese Differenzierung wird im Koalitionsvertrag und in der öffentlichen Debatte unterschlagen.
Da wird von einer Vergrößerung der Abstände zur Wohnbebauung im Außenbereich auf 3H gesprochen und die angebliche Vergrößerung damit belegt, dass eine 200 m hohe Anlage in Zukunft 600 m (früher 400 m) Abstand zum Wohnhaus einhalten soll.
PE Gegenwind Koalitionsvertrag

 

10 Thesen zur Energiepolitik

10 Thesen zur Energiepolitik

Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt

10 Thesen zur Energiepolitik

40 Vertreter aus den unterschiedlichsten Landkreisen Schleswig-Holsteins haben sich am 24. Mai um 15.00 Uhr vor dem Landtag in Kiel versammelt, um dort 10 Thesen zur Energiepolitik an eine Tür zu nageln.

Oliver Kumbartzky, der energiepolitische Sprecher der FDP und Uli König, Piraten, waren vor das Landeshaus gekommen, um sich anzuhören, wie wir die Energiepolitik von Land und Bund mit dem Ablasshandel der katholischen Kirche vor 500 Jahren in Bezug setzten.

Von mittelalterlicher „Wertschöpfung im ländlichen Raum“ sprach die Vorsitzende des Landesverbands Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein, Susanne Kirchhof, und beschrieb, mit welchen Methoden damals Papst und regionale Bischöfe aus dem Verkauf von Seelenheil ein einträgliches Finanzmodell entwickelt hatten, das eine massive Umverteilung des Geldes von unten nach oben zur Folge hatte. Die Analogie zur heutigen EEG-Energiewende drängt sich förmlich auf.

Als gegen Ende der Rede von auch noch der CDU-Vorsitzende und vermutlich zukünftige Ministerpräsident, Daniel Günther, vor die Delegation trat und nicht nur die Thesen in Empfang nahm, sondern auch in einer kurzen Ansprache betonte, dass die CDU ihre Wahlversprechen – größere Abstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern und eine neue Regionalplanung, die auch dem Bürgerwillen also der Akzeptanz vor Ort wieder Rechnung trägt – bei den schwierigen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen nicht vergessen wird, war ihm die Sympathie der Anwesenden und Applaus sicher.

Susanne Kirchhof betonte am Ende ihrer Rede mit dem Hinweis auf die zeitgleich stattfindenden Aktionen in Brandenburg, Baden Württemberg, Sachsen, Thüringen Hessen, Rheinland Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, dass die Energiepolitik in den einzelnen Bundesländern sehr wohl die Weichen für den Ausgang der Bundestagswahl stellt.

Weder SPD noch Grüne hielten es für nötig, wenigstens einen Abgeordneten zu schicken. Während Ralf Stegner sogar im Hintergrund durchs Bild schlenderte, dabei aber die kleine Aktion keines Blickes würdigte, blieb Bernd Voß, Abgeordneter der Grünen, wenigstens zu einem kurzen Gespräch stehen, als er nach Ende der Veranstaltung das Landeshaus verließ.

Die Botschaft ist bei den Akteuren der zukünftigen Koalition weitestgehen angekommen. Bleibt zu hoffen, dass diese nicht nur in den Ohren, sondern auch in den Köpfen nachwirkt.

Zu Schluss ein historischer Exkurs: Martin Luther hatte seine Thesen wider den Ablasshandel zunächst an den Erzbischof von Mainz und Magdeburg, Albrecht von Brandenburg, geschickt und keine Reaktion von ihm erhalten. Danach verbreiteten Freunde von Martin Luther seine Thesen, die darauf Gegenstand der öffentlichen Diskussion im ganzen deutschen Reich wurden.

Wir können daraus (wieder einmal) das Fazit ziehen, dass eine fachliche Diskussion mit den Entscheidern – solange sie die direkten Profiteure des von uns beklagten Missstandes oder zumindest von den Profiteuren des Systems beeinflusst sind, wenig Erfolg hat.

Die Missstände müssen in der Öffentlichkeit diskutiert werden, nur so werden wir eine Änderung herbeiführen.

 

10 Thesen Die Rede von Dr. Susanne Kirchhof anlässlich Thesenanschlag vor dem Landeshaus in Kiel am 24.05.2017

Symbolischer Akt im Lutherjahr – 10 Thesen zur Energiepolitik

Symbolischer Akt im Lutherjahr – 10 Thesen zur Energiepolitik

Am Mittwoch, dem 24. Mai um 15.00 Uhr wird eine Abordnung des Landesverbands FMuN – Gegenwind Schleswig-Holstein e.V. vor dem Kieler Landeshaus eine Holztür aufstellen. In einem symbolischen Akt werden dann zehn Thesen zum Thema Energiewende an das Türblatt genagelt. Die Vorsitzende des Vereins, Dr. Susanne Kirchhof, wird eine kurze Rede halten.
Alle Landtagsabgeordnete, explizit CDU−Wahlsieger Daniel Günther, sind persönlich eingeladen an die Tür zu kommen.

Wie einst Luther, der sich zum Ziel gesetzt hatte, Fehlentwicklungen innerhalb der Kirche zu korrigieren, verweisen die Gegenwind−Aktivisten mit ihrem Thesenanschlag auf die Kernpunkte einer verfehlten Energiepolitik. Wie einst die Kirchenväter im Dienste der Wahrheit zum Disput animiert werden sollten, fordern die Windkraftkritiker alle Volksvertreter des Bundestages und der Landtage auf, ihre zehn Thesen zur Energiewende unverzüglich zu diskutieren. Der Appell an die Vernunft ist tonangebend: Eine Energiewende sollte nicht auf Grund einer politisch verordneten Ideologie, sondern auf der Basis von Wissen und Fakten betrieben werden. Hier die Thesen im Wortlaut: (mehr …)