Mitgliederversammlung wählt Vorstand

Einstimmig hat die Mitgliederversammlung des Landesverbands der windkraftkritischen Bürgerinitiativen Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e. V. seine erste Vorsitzende Dr. Susanne Kirchhof in ihrem Amt bestätigt. Auch Birgit Sass geht einstimmig gewählt in die Verlängerung ihrer Amtszeit als Kassenwartin.

Günther Thomsen, Schriftwart und jahrelanges Vorstandsmitglied, schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Wir danken ihm für seinen Einsatz im Landesverband. Er wird uns weiterhin im Hintergrund unterstützend zur Seite stehen.

Stefanie Viereck wurde einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt.

Vorstands Für Mensch und Natur GW-SH

V.l.: Ruper Rompel. Jens mogensen, Birgit Sass,
Susanne Kirchhof, Gerhard Artinger, Stefanie Viereck

Neben den Vorstandswahlen zeigte der Jahresrückblick eine erfolgreiche Bilanz. Besonders hob Susanne Kirchhof hervor, dass das Arbeiten im Verein nach wie vor vertrauensvoll und harmonisch ist.

In der Bilanz haben wir zwei Volksinitiativen mit insgesamt über 48.000 gesammelten Unterschriften eingereicht. Wir haben den Dialog mit dem MELUND zum Einführungserlass des Interimsverfahren erreicht. Wir blicken zurück auf zahlreiche politische Aktionen, mit denen wir unsere Kritik an der Energiepolitik des Landes in die Öffentlichkeit getragen haben.

Viele Aktive haben lokal vor Ort oder überregional mit Gesprächen, Leserbriefen, Stellungnahmen oder Diskussionen mitgeholfen, dass die breite Öffentlichkeit mittlerweile dem ungezügelten Ausbau von Windkraftanlagen kritisch bis ablehnend gegenübersteht.

Es bleibt aber viel zu tun. Wir werden auch in diesem Jahr hartnäckig bei der Sache bleiben.

Spendenkonto:

Gegenwind Schleswig-Holstein
IBAN DE55 2189 0022 0002 6245 59

Pressemitteilung: Endlich neue Schallausbreitungsrechnung bei Windindustrieanlagen

Pressemitteilung: Endlich neue Schallausbreitungsrechnung bei Windindustrieanlagen

Seit Jahren weisen Betroffene von Windkraftanlagen darauf hin, dass die bisherige Schallausbreitung ausgehend von Windkraftanlagen nicht richtig berechnet wird. Schallexperten hatten daher ein Interimsverfahren entwickelt, das berücksichtigt, dass Windkraftanlagen in der Regel höher als 30 Meter sind und dass insbesondere die Bodendämpfung für hohe Schallquellen anders wirkt als in der alten Norm festgelegt ist.

Die von SPD und Grünen dominierte ehemalige Landesregierung in Schleswig-Holstein hatte es jedoch vehement abgelehnt, für die Berechnung der Schallausbreitung das Interimsverfahren anzusetzen. Rot-Grün bestand auf das Berechnungsverfahren nach den über 20 Jahre alten Normen, also aus einer Zeit, als es noch gar keine 100 bis 200 Meter hohen Windkraftanlagen gab. Betroffene empfinden das Verhalten des ehemaligen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD), des Ministers Robert Habeck (Grüne) und seiner Staatssekretärin Frau Dr. Ingrid Nestle (Grüne) als vorsätzliche Körperverletzung. Mehr Lesen:

http://gegenwind-sh.de/wp-content/uploads/2015/06/Presseinformation-Neue-Schallausbreitungsrechnung-bei-Windkraftanlagen.pdf

Windkraftlobby will in Schleswig-Holstein mitregieren

Regiert in Schleswig-Holstein die Windkraftlobby?
In einem geheimen Schreiben hat der Bundesverband der WindEnergie (BWE) den Mitgliedern des Umwelt− und Agrarausschusses im Landtag einen 15−seitigen Katalog mit Handlungsempfehlungen zukommen lassen. Umfang und Inhalt dieser Empfehlungen machen deutlich, wie stark der BWE hier in die Landespolitik hineinregieren will.

Pressemeldung – Windkraftlobby will in SH mitregieren
Presseerklärung zum Koalitionsvertrag

Presseerklärung zum Koalitionsvertrag

Presseerklärung zum Koalitionsvertrag

Der Spielraum für das Gelingen dieser Koalition war eng, und das offenbart sich deutlich in dem Kapitel „Klimaschutz und Energiewende“.
Bevor wir auf den Koalitionsvertrag im Einzelnen eingehen, zunächst etwas Grundsätzliches:
Die verhandelnden Parteien haben das Thema Windkraftzubau und die Bedingungen für die Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergie an den Schluss der Verhandlungen gelegt. Damit diente ein Anliegen, das den visuellen Charakter unseres Landes, den Erhalt der Artenvielfalt und vor allem die Geschicke zahlreicher Bürger maßgeblich bestimmt, von Anfang an als taktische Verhandlungsmasse. Das Thema „Vergrößerung der Abstände zwischen Windvorrangflächen und Wohnhäusern“ war der Bonbon für die Grünen, mit dem CDU und FDP die Durchsetzung von Infrastruktur- und Verkehrsprojekten wie der A20 oder der Fehmarnbeltquerung ausgehandelt haben. Nach dem simplen Motto „Wenn Du brav bist, bekommst Du später noch einen Lutscher“. So funktioniert Erziehung − und so funktioniert offenbar auch Politik.
Der Öffentlichkeit wird das Ganze in einer Weise verkauft, die nur Verwirrung stiften kann − und vermutlich auch soll. Die landesplanerische Kompetenz beschränkt sich auf die Abstände zwischen Windvorranggebiet und Wohnbebauung. Die Vorgaben zum Abstand zwischen der einzelnen Windkraftanlage und dem nächstgelegenen Wohnhaus kommen erst im konkreten Genehmigungsverfahren zur Anwendung. Diese Differenzierung wird im Koalitionsvertrag und in der öffentlichen Debatte unterschlagen.
Da wird von einer Vergrößerung der Abstände zur Wohnbebauung im Außenbereich auf 3H gesprochen und die angebliche Vergrößerung damit belegt, dass eine 200 m hohe Anlage in Zukunft 600 m (früher 400 m) Abstand zum Wohnhaus einhalten soll.
PE Gegenwind Koalitionsvertrag