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Depot Freihafen Tönning Ausstellung

Ausstellung im Juli/ August 2017 Maritim, regional, orginal, rustikal Auf unsere Einladung hin präsentieren die Dithmarscher Bürgerinitiative BIND und der Landesverband Für Mensch und Natur Gegenwind SH e.V. ihre Anliegen bzgl. der Probleme und Beeinträchtigungen...

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In NRW – Schwarz-Gelb erhöht Windrad-Abstand in …

CDU und FDP haben sich auf Landesebene geeinigt, einen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern von 1500 Metern festzuschreiben. Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper gehört zu den zwölf Chefunterhändlern, die derzeit an...

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….und was machen wir dann?

von Steffen Gross Region Wetzlar Zwölf Minuten bleiben bis zum Stromausfall Mit der Energiewende droht Verbrauchern künftig die Zwangsabschaltung Wetzlar Durch immer mehr Wind- und Solaranlagen gerät die Stabilität der Stromnetze in Gefahr. Um den großen Blackout zu...

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3 Wochen noch…

Hallo zusammen, in gut drei Wochen endet die Einwendungsfrist für die erste Runde der Regionalplanung. In vielen Gemeinden und Kreisen werden in den nächster Zeit noch Stellungnahmen verabschiedet.  Falls jemand noch Ideen und Anknüpfungspunkte für eigene oder weitere...

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10 Thesen zur Energiepolitik

Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt 10 Thesen zur Energiepolitik 40 Vertreter aus den unterschiedlichsten Landkreisen Schleswig-Holsteins haben sich am 24. Mai um 15.00 Uhr vor dem Landtag in Kiel versammelt, um dort 10 Thesen zur...

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Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e.V. – unsere Position

 

Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e.V.

Programm

Betroffene Bürger – Gefährdete Natur 

Wer heute durch Schleswig-Holstein fährt, sieht überall immer mehr und immer größere Windkraftwerke (WKW). Unter dem Vorwand, das Klima retten zu wollen, hat eine beispiellose schleichende Industrialisierung unseres Landes begonnen. Der Schutz von Menschen und Natur spielt keine Rolle mehr. Im Vordergrund stehen die Profitinteressen der Betreiber, einiger weniger Grundeigentümer und vieler Politiker.

Dabei kommen die riesigen Rotoren der Wohnbebauung immer näher und schaden Mensch und Natur. Es kommt zu Lärmkrankheiten, Natur- und Erholungsgebiete werden zerstört, der lebenswichtige Tourismus ist rückläufig.

Um diesem entgegenzuwirken, haben betroffene Bürger, die unter den Auswirkungen der Windkraftwerke leiden müssen oder denen solche negativen Auswirkungen drohen und diejenigen, welche die Windenergienutzung ablehnen, sich im Verein „Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig -Holstein“ zusammengeschlossen.

Industrielle Windkraftwerke statt Windmühlenromantik

Die heutigen Windkraftwerke, die mit massivem Lobbydruck gegen die Bevölkerung
durchgesetzt werden, haben nichts mit „Öko“ oder gar der „Windmühlenromantik“ von früher zu tun. Es sind hochtechnisierte, sehr laute Anlagen mit Höhen bis über 180 Meter, die den Lärm eines startenden Flugzeuges abstrahlen (über 100 Dezibel).

Während jedoch ein Flugzeug wegfliegt und nach wenigen Minuten nicht mehr zu hören ist, stehen diese Anlagen für Jahrzehnte neben dem Wohnhaus, der Pension oder Gaststätte oder dem Naturschutzgebiet und blinken dazu noch Tag und Nacht – demnächst auch an den Flügelspitzen.

 Das Märchen von naturfreundlicher Stromerzeugung

Windkraftwerke greifen in den Haushalt der Natur ein und zerstören den Einklang von Lebewesen und Umwelt durch ihre abschreckende Wirkung und Rotorbewegungen, durch Licht- und Schallemissionen, durch die Belastung des Bodens mit toxischen Schmierstoffen und durch ihre Höhe. Sie behindern den Klimaschutz durch Bodenentwässerung, Grundwasserabsenkung und Versiegelung sowie durch Waldrodung für den Bau der WKW und die Zuwegungen.
An Land wie auf See werden auf diese Weise Lebensräume der Tierwelt (Habitate) vernichtet, Vögel, Fledermäuse, Insekten (Avifauna) verscheucht oder durch die Rotoren getötet
(Vogelschlag), Schweinswale verlieren durch Schallemissionen ihre Orientierung und ihre einzigartige Kinderstube in der Nordsee.
Zugvögeln werden die Vogelzugwege zunehmend versperrt durch gigantische Barrieren aus sog. Windparks an Land und auf See.
Windkraftwerksbetreiber erhalten von den Behörden in der Planungsphase selbstverständlich eine Lizenz zum Töten entgegen gesetzlicher Regelungen im Tier- und Naturschutzgesetz. Avifaunistische Gutachten zur Flächenausweisung für WKW werden vielfach durch Naturschutzvertreter erstellt, deren Vereine von der Windlobby gesponsert werden.
Artenschutz wird zugunsten der Windlobby durch die Hintertür abgeschafft, Ökologie und Nachhaltigkeit werden zerstört.

Lobbystrategie: Stadtbevölkerung gegen Landbevölkerung

Die Windkraftlobby verspricht den Städtern, die Energieprobleme zu lösen und der Landbevölkerung neue, unbegrenzte Einkommensmöglichkeiten. Beides ist Blödsinn:
Alle Windkraftwerke in Deutschland decken nur 1,1 Prozent unseres Gesamtenergiebedarfs, dafür dürfen Landschaft und Natur nicht zerstört werden!

Das Märchen mit den Arbeitsplätzen

Wo Windkraftwerke stehen sollen, entstehen keine neuen Arbeitsplätze. Hochsubventionierte Arbeitsplätze – finanziert durch die von allen deutschen Verbrauchern geleistete Zwangsabgabe zur Energieeinspeisung durch das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) – entstehen nur dort, wo Windkraftwerke gebaut werden, also z.B. in Dänemark und China. 95 Prozent dieser so entstandenen Arbeitsplätze fallen weg, wenn der Bau von neuen Windkraftwerken stockt.

Aber: Die durch die Windkraft künstlich erhöhten Strompreise belasten nicht nur uns private Strombezieher, sondern auch die deutsche Industrieproduktion und dabei vor allem den deutschen Mittelstand. Energieintensive Arbeitsplätze werden deshalb schon jetzt ins Ausland verlagert. Die Folge (so die Uni Bremen): Unsere Arbeitsplatzbilanz wird durch die Windkraft negativ.

Und: Die etwa 40 Millionen privaten Haushalte haben wegen der künstlich erhöhten
Strompreise pro Jahr mindestens 100 Euro weniger Haushaltsgeld zum Einkaufen. Auch ein Arbeitsplatz-Killer erster Güte.

Das Märchen von der CO2-Reduzierung – der Stoff für Sonntagsreden

Windkraftwerke sparen kein CO2 ein, sie vermehren es!
Das geht so: Herstellung, Transport, Aufstellung und Wartung von Windkraftwerken – im Meer benötigt man dazu Hubschrauber – sind sehr energieintensiv. Die Hersteller von Windkraftwerken sind nach den Automobilherstellern die größten Kunden der deutschen Stahlindustrie. So muss sich allein für den Bau eines 100m-Stahlturms eines Windkraftwerkes dieses anschließend etwa 4 Jahre drehen, um das für den Bau freigesetzte CO2 wieder einzusparen.

Kein Märchen: Neue Windkraftwerke brauchen mehr Kohlekraftwerke!

Die Windstärke schwankt hier im Norden erheblich und plötzlich. Die Konsequenz daraus ist, dass die gesamte Zeit konventionelle Kraftwerke parallel zu den Windkraftwerken laufen müssen, damit jederzeit Strom aus der Steckdose kommt, wenn der Wind einschläft. Zu jeder Kilowattstunde aus Windkraftwerken muss ein konventionelles Kohlekraftwerk eine Kilowattstunde bereithalten, um die Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und um die gesetzlich vorgeschriebene Versorgungssicherheit zu garantieren. Konventionelle Kraftwerke können nicht kurzfristig hochgefahren werden. Sie laufen also im „Leerlauf“ und erzeugen mehr CO2 als im Lastbetrieb – also bestimmt keine Einsparung.

Milliarden-Subventionen für Mikro-Effekte

Die Luft auf unserer Erde enthält nur ganze 0,039% CO2. Selbst wenn die offiziell gepredigten Zahlen über CO2-Einsparung stimmen würden:
Alle Windkraftwerke Deutschlands würden weltweit nur CO2-Einsparungen im Millionstel-Prozentbereich bewirken – aber dafür werden Milliarden von Subvention in die Taschen einiger weniger Freunde der Politik gelenkt.
2008 waren es bereits über 6 Milliarden Euro, eingesammelt von jeder deutschen Stromrechnung.

Keine Befangenheit trotz wirtschaftlicher Vorteile

Gemeindevertreter, die selbst potentielle Windeignungsflächen besitzen bzw. auf anderem Wege profitieren, sind laut Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein bei Grundsatzbeschlüssen zum Thema Windenergienutzung in der Gemeinde nicht befangen, obwohl ein Beschluß „Pro WKA“ bindend ist. D.h. Gemeindevertreter entscheiden zu ihren eigenen Gunsten und finanziellem Vorteil, anstatt sich, wie in § 23 GO-SH gefordert, der Treuepflicht allen Gemeindemitgliedern gegenüber verpflichtet zu fühlen. Dies alles mit Segen der Landesregierung.

Vor diesem Hintergrund fordern wir: Keine neuen Windkraftwerke und kein Repowering mehr!

  • Die erste Aufgabe der Politik in unserem Land muß sein, eine seriöse Kosten-Nutzen-Analyse und eine belastbare Energie- und CO2-Bilanz unter Einbeziehung aller wissenschaftlichen Fachrichtungen und Hochschulen (auch des Auslandes) zu erstellen.
    Wir haben genug von den politikverhätschelten „Fachgutachtern“ der Windkraftbetreiber und fordern statt dessen Gutachten neutraler Sachverständiger.
  • Gleichberechtigt zu einer Bewertung des wirtschaftlichen und klimatologischen Sinns von Stromerzeugung durch Windkraft sind vor allem ihre negativen Auswirkungen, wie die Folgen des Disco-Effektes, des Lärms und der Infraschallwirkung auf die Gesundheit der Menschen, genau zu untersuchen und zu beschreiben.
  • Die Zerstörung von Natur und Landschaft ist dabei einzubeziehen.
  • Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit seinen Zwangszahlungen aller Bürger über die Stromrechnung zugunsten der Windkraftwerksbetreiber ist abzuschaffen.
  • Die rechtliche Überprüfung des § 22 GO-SH hinsichtlich der Befangenheit von Gemeindever-tretern bei Grundsatzbeschlüssen, hier im Besonderen bei Beschlußfassungen zur Ausweisung von Flächen auf dem Gemeindegebiet zugunsten der Windenergienutzung, und seine Neubewertung.Erst, wenn alle diese Sachverhalte nachprüfbar feststehen, dann ist es an der Zeit, über die Zukunft der Windkraftnutzung in diesem Land neu zu entscheiden.

Bis dahin muß gelten:

  • Rückbau bestehender Anlagen bis zum Abstand von 2 km von jedem Wohngebäude und allen Naturschutzzonen
  • Rückbau aller Anlagen über 100 m im Umkreis von 3 km von jedem Wohngebäude und allen Naturschutzzonen
  • Rückbau bestehender Anlagen in Vogelzugkorridoren
  • Einspeisevergütung nur in Höhe der Erzeugerpreise der konventionellen Stromerzeugung

Wir verlangen:

  • Moderne Schutzvorschriften statt rechtsfreier Räume – Genehmigungsverfahren unter der gesicherten Mitwirkung der Anwohner mit Vetorecht.
  • Schadenersatz, in Form von Schmerzensgeld, für die Auswirkungen errichteter Windkraftwerke auf die Gesundheit betroffener Anwohner.
  • Erlaß aktueller Schutzvorschriften für Mensch und Tier zum Schutz vor Windkraftwerken, die mindestens dem Schutz vor der Belästigung durch den Straßenverkehr entsprechen.
  • Überarbeitung der rechtlichen Grundlagen (wie TA Lärm, Bundes-Immissionsschutzgesetz und Bundesbaugesetz) für die Errichtung und den Betrieb von Windkraftwerken und ihre Anpassung an den jetzt aktuellen Stand der Technik. Diese Vorschriften haben mit ihrer technischen Überalterung gefährliche rechtsfreie Räume entstehen lassen und wirken heute noch zum Schaden der Menschen dank einer von der Interessengemeinschaft „Windenergie“ gesteuerten Politik.
  • Das bestehende Naturschutzrecht wird Stück für Stück zugunsten der Windkraft-Industrie außer Kraft gesetzt. Diese Entwicklung muß sofort umgekehrt werden. Natur- und Landschaftsschutz genießen Vorrang vor jeder großtechnischen und großflächigen Nutzung und der Zerstörung der Lebensräume. Keine Genehmigungen für Windkraftwerksbetreiber zur Tötung von Avifauna durch WKW nach § 62 BNatSchG, sondern strikte Anwendung des § 44 BNatSchG. Naturschutzfachliche Gutachten zur Windkraftplanung dürfen nur von neutralen Sachverständigen erstellt werden.
  • Bürgerschutz bedeutet auch die Ausdehnung des Verbandsklagerechts auf den Bereich der Umweltschäden durch die Windkraft-Industrie. Dabei muß die Beweislast der Unbedenklichkeit von Anfang an bei den Betreibern liegen.