Neue Leitlinien der WHO für Lärmbelastung

Die Welt Gesundheitsorganisation WHO veröffentlicht neue Richtlinien für die Bewertung von Umgebungslärm. Erstmals ist explizit der Lärm von Windkraftanlagen mit berücksichtigt.

Die WHO empfiehlt eine maximale Belastung durch WKA von 45 dB(A) TAGSÜBER. Für die Nachtzeit legt sich die WHO hier noch nicht fest, wir können aber davon ausgehen, dass die Empfehlung unterhalb von 45 dB(A) liegen muss.

 

„Im Vergleich zu früheren Leitlinien der WHO über Lärmbelastung enthalten diese neuen Leitlinien fünf wesentliche Neuerungen:

  • stärkere Belege für die Auswirkungen von Umgebungslärm auf Herz, Kreislauf und Stoffwechsel;
  • die Einbeziehung neuer Lärmquellen, also nicht nur des Verkehrslärms (Flug-, Schienen- und Straßenverkehr), sondern auch des Lärms von Windturbinen und aus Freizeitaktivitäten;
  • die Anwendung eines standardisierten Ansatzes zur Bewertung der vorliegenden Evidenz;
  • eine systematische Bestandsaufnahme der vorliegenden Evidenz, in der die Beziehung zwischen Lärmbelastung und der Gefahr negativer gesundheitlicher Folgen beschrieben wird;
  • die Anwendung von Indikatoren für die langfristige durchschnittliche Lärmbelastung, um schädliche Gesundheitsfolgen besser prognostizieren zu können.

Verstärkte politische Maßnahmen zum Schutz der Gesellschaft vor den gesundheitlichen Folgen von Lärmbelastung

Die neuen Leitlinien zielen gleichermaßen auf Entscheidungsträger und Fachleute ab und sollen gesetzgeberische und andere politische Entscheidungsprozesse auf der kommunalen, nationalen und internationalen Ebene unterstützen. „Durch ihr Potenzial zur Beeinflussung der Städte-, Verkehrs- und Energiepolitik tragen die Leitlinien für Umgebungslärm zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bei und unterstützen unsere Zukunftsvision der Schaffung widerstandsfähiger Gemeinschaften und stützender Umfelder in der Europäischen Region“, fügt Dr. Jakab hinzu“ mehr lesen: WHO Neue Leitlinien der WHO für Lärmbelastung veröffentlicht

http://www.euro.who.int/de/media-centre/sections/press-releases/2018/press-information-note-on-the-launch-of-the-who-environmental-noise-guidelines-for-the-european-region

 

 

„Trickserei“ beim Schallschutz – Kein Nachtschlaf für Windparkanwohner

„Trickserei“ beim Schallschutz – Kein Nachtschlaf für Windparkanwohner

Trickserei beim Schallschutz – Kein Nachtschlaf für Windparkanwohner
Der Lärm von Windkraftanlagen und die Lärmbelastung der Anwohner von Windparks ist das größte Konfliktfeld bei dem Betrieb von Windkraftanlagen.
Im September 2017 empfiehlt die Arbeitsgruppe LAI den Ländern die Anwendung des sog. Interimsverfahrens zur Prognose der Schallausbreitung bei hohen Windkraftanlagen. Dieses spiegelt den aktuellen Stand von Technik und Wissenschaft wieder. Das Interimsverfahren zeigt, dass die Anwohner mit ihren Beschwerden über Lärm Recht gehabt haben, da nach alter Schätzung die Ausbreitung des Schalls unterschätzt wurde, der Lärm an den benachbarten Häusern also meistens 3 dB(A) höher als nach TA Lärm zulässig lag. 3 dB(A) bedeuten eine Verdoppelung der Schallintensität. mehr lesen:   Pressemitteilung Gegenwind -SH vom  4.10.18 Investorenschutz statt Immissionsschutz

 

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Kieler Nachrichten online.de Windkraft-Gegner-klagen-ueber-Schummelei-beim-Laermschutz

Dazu auch:

Neue Leitlinien der WHO für Lärmbelastung