Demo „Rettet unsere Landschaften“ am 12. Januar in Kiel

Demo „Rettet unsere Landschaften“ am 12. Januar in Kiel

Die Aussicht auf bedrückende rotierende Industrielandschaften, rotes Blinklicht am Nachthimmel, Angst vor Infraschall, Wertevernichtung und Heimatverlust waren der Anlass.

Die Auftaktveranstaltung der Landesregierung zur Regionalplanung für Windkraft war der Auslöser für die Demonstration der schleswig-holsteinischen Bürgerinitiativen gegen den Windkraftausbau unter Organisation des Landesverbands Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein. am Dienstag, 12. Januar.
Am 12. Januar um 17.00 Uhr hatten sich bereits weit über 200 Mitstreiter vor dem Regionalen Bildungszentrum (RBZ) in Kiel versammelt. Die Botschaften auf den Bannern waren eindeutig und die mitgebrachten, mit Grablichtern und Blumen geschmückten Särge sprachen eine eindeutige Sprache.
„Wir sind hier, weil die Landesregierung den Stab brechen will über unsere Landschaften…“ so begann Dr. Susanne Kirchhof, 1. Vorsitzende des Landesverbands ihre Ansprache. (Rede Demonstration Kirchhof siehe hier)
„Herr Albig, wollen Sie der Totengräber unserer Landschaften werden?“
und „Es muss Schluss sein mit einer von Ideologie und den Einflüsterungen der Windlobby gesteuerten Landschaftszerstörung.“

Die Unsinnigkeit der Energiewendepolitik von Torsten Albig aus technischer Sicht wurde von Jens Mogensen, BI Neuenkirchen in Dithmarschen in seiner Ansprache hervorgehoben, der abschließend mehr Abstand zur Wohnbebauung forderte. (Rede Jens Mogensen BI Neuenkirchen)

Als weitere Redner traten Dr. Mathias Werner, Windvernunft Kiel, Sylvia Green-Meschke, BI Schwansen, Cornelia Frerichs von der BI Bosau (Rede BI Bosau), Wolfgang Reger, Unsere Dörfer gegen WKA Sierksrade und Peter Jürgen von der BI Krukow an.
Trillerpfeifen und Rasseln eskortierten dazwischen die Vertreter der Landesregierung sowie Angehörige der Windindustrie und deren Profiteure zum Eingang des RBZ.

Der Veranstaltungssaal drohte aus allen Nähten zu platzen, zahlreiche nicht im Vorwege Angemeldete mussten draußen bleiben.

Nach den Fachvorträgen der Landesplanung kamen einige Teilnehmer zu Wort und konnten ihre konkreten und grundsätzlichen Fragen an die Referenten und an den Ministerpräsidenten loswerden.
Antworten auf die von uns geäußerten Befürchtungen, Hinweise auf Zahlen oder Einschätzungen von Fachgremien wurden wieder einmal mit unkonkretem verbalen Jonglieren beantwortet. Eines wurde allerdings deutlich: Der Ministerpräsident will von seinem energiepolitischen Ziel keinen Millimeter abweichen, alle Kriterien werden dem untergeordnet.

Eines sollte Herrn Albig aber klar geworden sein: Wir lassen nicht nach, sondern fangen erst an. Auch das energiepolitische Ziel eines Torsten Albig muss vor dem Wähler bestehen.

OVG Schleswig kippt erste EEG Pläne

OVG Schleswig kippt erste EEG Pläne

Das OVG entscheidet für Schleswig-Holstein: Die Teilfortschreibung des Regionalplans 2012 für Planungsräume I und III ist unwirksam!

Unsere Stellungnahme zu dem Urteil:

Der Verein „Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e.V.“  sieht in dem Urteil des Oberverwaltungs Gerichtes in Schleswig eine zwingende Aufforderung an die Landesregierung, über die Diskussion um die Ausschreibung von Windeignungsflächen hinaus, auch die grundsätzlichen gesetzlichen Vorgaben für die Ausweisung eines Windindustriegebiets zu überarbeiten.

Die von den Parteien viel beschworene Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung nimmt definitiv rapide ab, weil die katastrophalen Folgen der Auswirkungen von Windkraftwerken von bisher noch unbekannter Dimension erst langsam deutlich werden.

Daher appellieren wir an die Landesregierung, in direktem Zusammenhang mit neuen Regionalplänen auch eine neue – in anderen Bundesländern schon gesetzlich festgelegte – Abstandsregelungen für Windkraftanlagen zu schaffen.

Wir fordern den 10-fachen Abstand der Höhe der Anlage zu jeglicher Wohnbebauung. Ebenso dringlich ist eine Überarbeitung und Anpassung der TA Lärm zum Schutz der Gesundheit der Anwohner von Windindustrieflächen.

Der Verein fordert eine Beteiligung der Naturschutz – und Umweltverbände an dem geplanten „Runden Tisch“ der Landesregierung zusammen mit den Vertretern der Windbranche und den Kommunen.

 

Urteil des OVG Schleswig gegen die Teilfortschreibung